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Leverkusen
Neuere Medikamente sorgen bei Bayer für ein Umsatzplus

Leverkusen. Bayer kann im Übernahmekampf um den Konkurrenten Monsanto aus einer Position der Stärke agieren. Während Monsanto mit Umsatz- und Ergebniseinbrüchen kämpft, bescherte das florierende Pharmageschäft den Leverkusenern im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnschub: Unter dem Strich machte Bayer zwischen April und Juni einen Gewinn von 1,38 Milliarden Euro - 18,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Dax-Unternehmen gestern mitteilte. Gleichzeitig hob der Konzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr leicht an.

Der Bayer-Umsatz ging wegen negativer Wechselkurseffekte zwar um 1,4 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie um Wechselkursschwankungen wäre er jedoch um 2,3 Prozent gestiegen. Vor allem neuere Medikamente - wie der orale Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea, die Krebsmittel Xofigo und Stivarga sowie Adempas gegen Lungenhochdruck - verkaufen sich nach Angaben des Konzerns gut und erreichten Umsatzzuwächse von bis zu 40 Prozent. Doch auch die Geschäfte mit rezeptfrei verkauften Klassikern florierten. Im Geschäft mit Tiergesundheit - vor allem Floh- und Zeckenmittel - wurde der Umsatz ebenfalls leicht gesteigert.

Nicht ganz rund lief es allerdings im Agrargeschäft, das der Konzern durch die Monsanto-Übernahme massiv ausbauen will. Zwar lag der um Währungseffekte sowie Unternehmenszukäufe und -verkäufe bereinigte Umsatz auf Vorjahresniveau. Doch sorgten gestiegene Herstellungskosten, leicht rückläufige Absatzmengen und Währungseffekte für einen Gewinnrückgang um 8,2 Prozent. Auch für das Gesamtjahr senkte der Konzern die Ergebnisprognose für die Sparte. Ein Umsatzplus gab es jedoch im Pflanzenschutz mit Fungiziden.

(dpa)
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