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Leverkusener Fußballprofi soll 125 Euro zahlen
Neues Gutachten könnte Calhanoglu vor Knöllchen bewahren

Porträt: Das ist Hakan Calhanoglu
Porträt: Das ist Hakan Calhanoglu FOTO: afp, pst/dg
Leverkusen. Hakan Calhanoglu vom Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen weigert sich, ein Bußgeld von 125 Euro für zu schnelles Fahren zu bezahlen. Um seine Unschuld zu beweisen, hatte er dem Gericht ein humanbiologisches Gutachten vorgelegt: An der Form der Augenbraue sei zu erkennen, dass er nicht die geblitzte Person sei. Ein zweites Gutachten soll nun die Entscheidung bringen. Von Sebastian Fuhrmann

Das Gutachten beschäftigt sich mit der Frage, ob die Geschwindigkeitsmessung, bei der der vermeintliche Tempo-Verstoß festgestellt wurde, ordnungsgemäß war. Derzeit sei das Ergebnis des Gutachtens auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft, die auf Grundlage des Gutachtens entscheiden wird, ob das Verfahren eingestellt wird oder es zur Verhandlung kommt. Was das Ergebnis des Gutachtens ist, wollte der zuständige Richter Dietmar Adam auf Nachfrage nicht verraten. Nur so viel: Neuigkeiten werde es Ende kommender Woche geben.

Adam bekräftige gegenüber unserer Redaktion erneut: "Das Privatgutachten, das Herr Calhanoglu vorgelegt hat, spielt keine Rolle. Ich habe für mich deutlich erkannt, dass der Mann auf dem Foto Herr Calhanoglu ist."

Das hatte der Verteidiger des Fußballers im März vehement bestritten und die Einstellung des Bußgeldverfahrens gefordert. Das Gutachten des Humanbiologen beweise, dass der Mann am Steuer von Calhanoglus Wagen nicht Hakan Calhanoglu sei, hieß es damals. "Die Augenbraue ist auf dem Bild gerade. Aber in Wirklichkeit ist sie bei ihm geschwungen", erklärte Calhanoglus Anwalt. Richter Adam sagte im März sinngemäß: Aber ich sehe doch ganz klar, dass das ihr Mandant ist. Calhanoglu und sein Verteidiger bestritten das. 

Mit 86 statt der erlaubten 60 km/h soll Calhanoglu am 4. August 2015 auf dem Europaring in Leverkusen unterwegs gewesen sein. Das Bild auf dem Bußgeldbescheid zeigt den Mercedes des 22-Jährigen. 125 Euro und einen Punkt in Flensburg sind die Strafe für den Verstoß.

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