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Leverkusen
Neues Spielzeug für Flüchtlingskinder

Leverkusen: Neues Spielzeug für Flüchtlingskinder
Manfred Kafier ("Hilfe in Not"), Alexander Lünenbach (Job Service Leverkusen) , Dieter März ("Hilfe in Not"), Sozialdezernent Markus Märtens und Oberbürgermeister Uwe Richrath (v. l.) präsentieren einen Teil der Spielsachen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Der Verein "Hilfe in Not" hat Waveboards, Ballspiele und Co. für Kinder in Asylbewerberheimen angeschafft - zur Freude der Stadt. Von Susanne Genath

Rund 1000 Menschen leben zurzeit in den zehn Leverkusener Flüchtlingsheimen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Das Problem: Der Platz in den Unterkünften ist eng, der Bewegungsdrang der jungen Menschen - wie bei allen in diesem Alter - dagegen groß. Und so freut sich die Stadtverwaltung, dass der Verein "Hilfe in Not" 15.000 Euro für die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften mit Kinderspielgeräten zur Verfügung gestellt hat.

"Damit sorgen wir schon in frühem Alter für Chancengleichheit", lobt Oberbürgermeister Uwe Richrath. "Mit dem Spielzeug werden nicht nur Kreativität und sportliche Aktivität gefördert, sondern auch Lebensfreude und ein Gemeinschaftsgefühl." Denn über das Spielen entstünden auch soziale Kontakte.

Die Spielzeug-Auswahl kann sich sehen lassen: Sie reicht von fahrbaren Tischtennisplatten über Ballspiele, Pedalos, Wurf-Scheiben, Rhythmik-Bänder, Balance-Scheiben, Springseile, Jonglier-Sets und Hüpfsäcke bis hin zu Waveboards. "Meine Jungs finden Waveboards total klasse", berichtet Sozialdezernent Markus Märtens. "Ich flieg' da immer nur runter." Außerdem wurde Sandspielzeug und Bastelmaterial angeschafft, darüber hinaus Spieltische, an den etwa Mühle oder Schach gespielt werden kann und das Brettspiel "Shuffle-Board".

"Die Stadt kann ohne fremde Hilfe nicht alles alleine stemmen", sagt Richrath. "Ich bin daher sehr froh, dass es den Verein ,Hilfe zur Not' gibt." Der hatte das Geld über ein Benefizkonzert und eigene Mittel zusammengebracht. Eine neue Benefizgala ist am Samstag, 7. Oktober, im Lindenhof geplant. Eintritt: 18 Euro. "Das ist preiswert für das, was wir dort bieten", versichert Vereinsvorsitzender Dieter März.

Verwaltet wird das neue Spielmaterial von einer städtischen Tochtergesellschaft, der Job Service Beschäftigungsförderung Leverkusen gGmbH mit Sitz in Opladen. 20 Personen - ehemalige Langzeitarbeitslose - sorgen für die Verteilung auf die Flüchtlingsheime und halten das Spielzeug in Schuss. Wobei die Einrichtungen je nach Bewohnerstruktur selbst sagen können, für welche Altersklasse sie etwas benötigen. Bereits 2016 konnte durch die Unterstützung von "Hilfe in Not" eine Schaukel für den Spielplatz des Heims an der Sandstraße installiert werden. Dort wohnen zurzeit noch etwa 100 Flüchtlinge im festen Gebäude. Die Container sind schon leer. "Die meisten Familien leben an der Josefstraße", berichtet Ute Kommoß vom Fachbereich Soziales. Außerdem an der Heinrich-Claes-Straße.

Wie lange Familien im Schnitt in einem Asylbewerberheim leben, kann Sozialdezernent Märtens nicht sagen. "Das hängt immer davon ab, was uns zur Verfügung gestellt wird", erklärt er. "Wir wollen alle Flüchtlinge so schnell wie möglich in eine eigene Wohnung bringen. Aber wir werden keine Einzelperson in eine Drei-Zimmer-Wohnung setzen." Ebenso wenig eine (Groß-)Familie in ein Appartement. Im vergangenen Jahr seien 120 Asylbewerber neu nach Leverkusen gekommen. 110 Flüchtlingen habe man eine eigene Wohnung vermitteln können.

Quelle: RP
 
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