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Leverkusen
Neues Zuhause - nach sechs Jahren Suche

Leverkusen: Neues Zuhause - nach sechs Jahren Suche
Einrichtungsleiter Reiner Schumacher (re.) im Gespräch mit einem Klienten in den neuen SPZ-Räumen mitten in Opladen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. In Opladen lädt das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) heute zum Tag der offenen Tür in die neuen Räume der Ambulanz und Tagesstätte ein. Von Gabi Knops-Feiler

Auf diesen Tag musste Barbara Melchers lange warten. Sechs Jahre suchte die Geschäftsführerin des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) Leverkusen nach einer neuen Unterkunft für die Einrichtung. "Ich kenne jede in Frage kommende Immobilie", schilderte Melchers gestern die besondere Herausforderung: Die Bleibe musste ebenso bezahlbar wie barrierefrei und zentral im Stadtgebiet sein. Nun ist das alles im neuen Haus an der Kölner-/Ecke Karlstraße vereint. Heute, Dienstag, werden die Räume für Ambulanz und Tagesstätte für psychisch behinderte Menschen bei einem "Tag der offenen Tür" zwischen 15 und 17 Uhr erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Markus Grawe, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des SPZ, bestätigte: "Wir sind froh, dass wir an einem schönen, neuen Standort sind."

Rund 30 Jahre hatte das SPZ einen von insgesamt sechs Standorten in der Manforter Straße 184. Mit dem Umzug nach Opladen geht so quasi eine Ära zu Ende. Der Mietvertrag mit dem Gemeinnützigen Bauverein (GBO) läuft über 15 Jahre mit Option auf dreimal 15 Jahre Verlängerung. Insgesamt 600 Quadratmeter im Erdgeschoss sind speziell auf den Bedarf von Ambulanz und Tagesstätte zugeschnitten.

In der Ambulanz gibt es mehrere kleine Räume zur Beratung. Die Tagesstätte verfügt über einen größeren Gemeinschaftsraum und drei Bereiche für Küche, Holz- und Textilwerkstatt. Die 15 Plätze - sie werden aktuell von 23 Klienten genutzt - sind vor allem vormittags belebt, da nachmittags Freizeitaktivitäten wie Radtouren oder Wanderungen auf dem Programm stehen.

Die Möglichkeiten in den neuen Räumen mitten in Opladen kommentierte Einrichtungsleiter Reiner Schumacher so: "Wir vermissen nur die Grünflächen in der Manforter Straße. Alles andere ist ein Quantensprung."

Für die Mitarbeiter der sozialpsychiatrischen Ambulanz hat der Umzug an diese zentrale Stelle des Stadtgebiets besondere Folgen. Seit kurzem stellten sie immer wieder fest, dass es so etwas wie "Laufkundschaft" gebe. Dabei handelt es sich um Menschen, die im Vorbeigehen sehen, dass das SPZ eine offene Sprechstunde mit niederschwelliger Beratung anbietet. Das bringt Leiterin Rita Apke und die Kollegen nahezu an die Grenze ihrer Möglichkeiten. Deshalb gibt es neuerdings die Bitte um vorherige Anmeldung.

Die Ambulanz verbindet den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Leverkusen mit dem Angebot von Kontakt-und Beratungsstellen. Sie ist die erste Anlaufstelle für Leverkusener Bürger bei psychischen Problemen, Krisen und Erkrankungen. Dort erhalten Betroffene Beratung und werden bei Bedarf zu anderen Diensten vermittelt.

Quelle: RP
 
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