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Leverkusen
Neustadtfunken sangen aus voller Kehle

Leverkusen. Menschen, die eine Brille tragen und vergangene Woche aus der herbstlichen Kälte zum fröhlichen, karnevalistischen Mitsingabend der Neustadtfunken in den irischen Pub in der Opladener Karlstraße zogen, mussten sich zunächst ihres Nasenfahrrads entledigen. So voll war es. Und dementsprechend beschlagen die Sehhilfe. Von Tobias Brücker

Rund 70 Sing- und Karnevalsfreunde hatten sich zusammengefunden. Zu einem Abend, an dem aufgrund des Konzepts die teilweise aufgebauten, mentalen Mauern fallen müssen, um lautstark mitsingen zu können. Dabei war der Pub der kleinste Veranstaltungsort, den sich die Karnevalsgesellschaft, die mit ihrem Mitsingabend seit vier Jahren durch das Opladener Kneipenviertels zieht, jemals ausgesucht hat.

"Der Laden ist aus allen Nähten geplatzt", berichtete Neustadtfunken-Präsident Stefan Hebbel, der auch gestern noch hörbar zufrieden war, "Leute sind teils gar nicht mehr reingekommen." Es wurde also kuschelig in der Räumlichkeit. Und doch war die Stimmung, waren die Besucher mit der Situation warm geworden, ausgelassen - auch ob der gelungenen Animation der kölschen Mundartband "Uss d'r Lameng".

Die wiederum hat ihren Spaß an dieser Art Auftritten, so nah am Publikum, in kleinen Kneipen. "Es ist sehr familiär", schwärmte Sänger Jürgen Borkowski. Erst zum dritten Mal sind die insgesamt vier Musiker dabei. Noch zu Beginn versorgte ein Freund Hebbels die Besucher mit Karnevalsliedern. Der ist eigentlich Mitglied in einer Punkrockband - was nicht wirklich zusammenpasst - geklappt hat's trotzdem.

Das zeigte auch der Besuch am vergangenen Freitag. Unter den Mitsängern waren auch die vier Nachbarn und Freunde Oswald und Anneliese Fürtsch sowie Udo und Karin Otten. Alle haben sie Spaß am Singen, "solange man uns lässt", wie Udo Otten lachend erklärte. Zwar hätten auch sie bisweilen Hemmungen, aber: "In der Gemeinschaft ist anders", sagte Karin Otten.

Quelle: RP
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