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Leverkusen/Köln
Nicht alle Kölner gegen CDU Leverkusen

Leverkusen/Köln. Der Streit zwischen der CDU Köln-Mülheim und der CDU Leverkusen fokussiert sich derzeit nur auf den Ort für die Nominierungsversammlung, auf der die CDU ihren Bundestags-Kandidaten für Leverkusen/Köln-Mülheim aufstellt. Von Ulrich Schütz

Dies betonte gestern Dr. Thomas Portz, Vorsitzender der CDU Köln-Mülheim. Die Versammlung ist aber schon Donnerstag in Leverkusen. Portz warf dem CDU-Vorstand Leverkusen deshalb Vertragsbruch vor, weil nach seiner Ansicht Köln der verabredete Ort sei.

Leverkusens CDU-Vorsitzender Frank Schönberger sieht dies anders. Es gebe keinen Vertrag. Und die Ankündigung, dass kein Köln-Mülheimer CDU-Mitglied nach Leverkusen zur Wahlversammlung komme, stimme nicht. "Wir haben schon Anmeldungen aus Köln-Mülheim", sagte Schönberger gestern. Auch ohne die Kölner sei die Versammlung beschlussfähig, betonte der Rechtsanwalt.

Er begründete außerdem, warum das Treffen in Leverkusen läuft: Mit Helmut Nowak gebe es nur einen örtlichen CDU-Kandidaten für die kommende Wahl. Dazu sei Nowak ein Leverkusener, also sei es logisch, die Nominierung auch in Leverkusen durchzuführen.

Thomas Portz räumte gestern ein: "Wir haben bei uns noch nicht über einen Kandidaten diskutiert." Die Nominierung 1,5 Jahre vor der Bundestagswahl vorzunehmen, sei auch "völliger Unsinn". Normalerweise werde die offizielle Kandidatenaufstellung erst knapp ein Jahr vor der Wahl vorgenommen. Die CDU-Landespartei NRW lege ohnehin erst am 28. Februar 2017 die Landesliste der Kandidaten fest.

Auch zu dieser Kritik hat die Leverkusener CDU ihre Erklärung. Bei der letzten Kandidatenkür habe die Kölner CDU sehr kurzfristig mitgeteilt, dass sich Portz kein zweites Mal bewerben wolle. Da habe die CDU Leverkusen dann "sehr schnell" eine Nominierungsversammlung "mit heißer Nadel gestrickt", erinnerte Schönberger. Erst da hätten sich der heutige Abgeordnete Helmut Nowak und sein Parteifreund Dr. Jörg Ferber als Kandidaten beworben. Diese Situation wollte man diesmal vermeiden, begründete Schönberger die frühe Kandidatenaufstellung.

Quelle: RP
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