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Leverkusen
Nützliche Hecken für heimische Tiere

Leverkusen. Mehrere Stunden brauchten Naturschützer am Wochenende, um an der Neuenhausgasse eine Hecke zu setzen. Sie raten von exotischen Arten ab.

Die ersten, schon recht großen Setzlinge sind bereits in der Erde. Noch haben die 15 ehrenamtlichen Helfer der Naturschutzvereine Nabu und Bund allerdings ein hartes Stück Arbeit vor sich. An der Neuenhausgasse (zwischen Neuenhaus und Edelrath) entstand auf städtischem Grund am Samstag in mühevoller Kleinarbeit eine drei Meter breite Hecke. Einige Stunden benötigten die Naturschützer für das Pflanzen. In Zukunft wird diese dicht zusammenwachsen.

Hört sich zunächst unspektakulär an, ist für viele Tiere jedoch unerlässlich und überlebenswichtig. Immer mehr dichte Hecken verschwinden aus dem Stadtbild. Gerade kleine Vögel, wie der Zaumkönig und das Rotkehlchen, finden deshalb keine geeigneten Nistplätze mehr. Sie lieben das undurchdringliche Gestrüpp.

Allerdings: Hecke ist nicht gleich Hecke. "Das Ökosystem in Europa und Deutschland hat sich in Jahrtausenden aufeinander eingestellt", erklärte Hans-Martin Kochanek, Leiter des Naturguts Ophoven. "Viele gehen in den Bau- oder Gartenmarkt, fragen nach einer Hecke und kaufen dann ausländische Arten, weil diese gut aussehen und schön grün sind. Für die Natur hat sie jedoch keinerlei ökologischen Mehrwert." Dabei solle man doch der Natur, die schließlich einmal im heimischen Garten zuhause war, etwas zurückgeben.

Besonders eigne sich die Hundsrose. Sie ist eine von 20 heimischen Arten, die wertvoll sind. Ihre Blüten sind häufig offen, so dass zum Beispiel Insekten sie nutzen können. Auf zehn Metern einer exotischen Heckenart finden sich meist nur zwei Lebewesen. Bei einem heimischen Typ seien es schon 50. Darunter viele Vögel, Insekten und Pilze.

(brü)
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