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Leverkusen
OB-Kandidat Richrath kritisiert Steuerpolitik des Bayer-Konzerns

Leverkusen: OB-Kandidat Richrath kritisiert Steuerpolitik des Bayer-Konzerns
NRW-Finanzminister Norbert Walter Borjans (l.) besuchte die Mazda-Zentrale. FOTO: privat
Leverkusen. SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Uwe Richrath hat gestern das Leverkusener Unternehmen Bayer wegen seiner Konzern-Steuerpolitik kritisiert.

Die Weltfirma beteilige sich in Leverkusen "sehr wenig" am lokalen Gewerbesteueraufkommen, sagte Richrath auf einer Wahlkampfveranstaltung in Rheindorf, zu der knapp 20 Besucher in die Rheindorfer Gaststätte Norhausen gekommen waren. Später relativierte der SPD-Ratsherr: "Ich wollte Bayer nicht angreifen. Das Unternehmen zahlt ja viel Lohnsteuer, aber davon kommt nix in Leverkusen an", meinte jedenfalls der Kommunalpolitiker .

Der besondere Gast des politischen Nachmittags, Norbert Walter Borjans, hatte zuvor festgestellt: Weltkonzerne wie Bayer müssten die legalen Steuerlücken nutzen, sonst machten sie sich gegenüber ihren Aktionären möglicherweise der Untreue schuldig. Die deutsche und internationale Politik müsse eben Gesetze beschließen, damit die Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber den Kommunen erfüllten. Denn: "In diesen Fällen (im Bereich der Finanzen) läuft nichts mit Moral."

Uwe Richrath (SPD) übt Kritik. FOTO: Miserius, Uwe (umi)

Der NRW-Finanzminister berichtete auch aus dem Steuersektor, über Steuerfahndung und die Komplexität der Steuergesetze. Borjans versprach, die Online-Verfahren zur Steuererklärung vereinfachen zu wollen. Vor dem Wahlkampftermin besuchte Borjans die Mazda-Zentrale in Hitdorf.

(US)
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