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Leverkusen
Oktoberfest in der Rundsporthalle zieht nicht recht

Das war das Oktoberfest in der Rundsporthalle
Das war das Oktoberfest in der Rundsporthalle FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. In den vergangenen Jahren schießen sie wie Pilze aus dem Boden: Oktoberfeste. Auch in Leverkusen gab es einige Male den Versuch, eines der größten Volksfeste von der Münchner Theresienwiese an den Rhein zu holen. Von Tobias Brücker

Am vergangenen Freitagabend startete in der Ostermann-Arena der nächste Anlauf. Und der zeigte sich als halb-erfolgreich.

Es riecht nach Haxen, das Bier fließt in mal größere, mal kleinere Maßkrüge, und auf der Bühne bemüht sich eine bayrisch-fränkische Band, mit Akkordeon, viel Gejodel und dementsprechend typisch süddeutscher Musik eine stimmungsechte Atmosphäre zu schaffen. Das hätte sicher auch geklappt - und die Menschen, die ihre Lederhose oder ein fesches Dirndl aus dem heimischen Kleiderschrank geholt hatten, waren auch bester Laune - doch der nicht ganz gefüllte Saal nahm dem ein oder anderen Besucher doch etwas ein ausgelassenes Befinden.

"Wir haben Spaß", ruft Olaf Strauß seinen Freunden an einer der zahlreichen Bierbänke zu und hebt den noch halbgefüllten Krug. Die Band, sagt er, sei super, nur die nur spärlich gefüllten Bänke, drückten etwas die Stimmung. Nachdem seine Bande bereits um kurz nach 18 Uhr die Halle betrat, sind gegen 20.30 Uhr rund die Hälfte der Plätze belegt, gut 350 Besucher waren bis dato gekommen. "Ich weiß nicht, warum das hier nicht so recht zieht", sagt der 47-Jährige. Im vergangenen Jahr habe er auch das Fest im Neulandpark besucht, da sei etwas mehr Abwechslung gewesen - etwa ein Cheerleader-Auftritt.

Ob eine brechend gefüllte Halle, die an diesem Tag durch schwarze Vorhänge, blau-weiße Ballons und eine Diskokugel an der Decke nahezu nicht zu erkennen war, besser gewesen wäre, drüber lässt sich wohl streiten. Schließlich ist Strauß bereits einmal beim Münchner Original gewesen - "einmal und nie wieder", betont er. Die Zelte überfüllt, Sitzplätze und Bier Mangelware. "Wir bieten das an, was nachgefragt wird", betont Georg Boßhammer vom Sportpark.

Und das klappt teils auch: Denn richtig Spaß hatten am Freitag dagegen Vesna Zeki´c und ihre Freundin Magdalena Longerich, die zusammen zwischen den Tischen zur Musik des Österreichers Andreas Gabalier tanzten. "Ich find's im Moment ziemlich gut, wir brauchen nicht viel, um Spaß zu haben", betont Zeki´c, die bewundernswert fröhlich ist - trotz harter gesundheitlicher Diagnose. Vielleicht gerade deshalb ist das Ziel München in allzu absehbarer Zeit ausgerufen - es wäre ihr erste Besuch auf der Wiesn.

Quelle: RP
 
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