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Leverkusen
Opladen: Fahrraddiebe am "Tor zu Mordor"

Leverkusen. Bei seinem Auftritt im Scala am Freitagabend hatte der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke noch diverse Lacher für Beobachtungen geerntet, die er bei seiner Ankunft am Opladener Bahnhof gemacht hatte. Die Architektur der Bahnhofsbrücke erinnere ihn an das Tor ins düstere Land Mordor bei "Herr der Ringe", sagte Benecke - nicht ganz zu unrecht, wie ein Fotovergleich zeigte. "Hut ab vor dem Architekten", kommentierte Benecke dessen vermeintliche Anleihe beim Fantasy-Klassiker und bekam erneut Lacher.

So manchem Reisenden oder Pendler am Bahnhof Opladen verging das Lachen gestern jedoch: Am städtischen Aufzug beim Treppenturm klebte ein Zettel mit der Nachricht: "Außer Betrieb". Die Leute fluchten. Bei der Neuen Bahnstadt Opladen war gestern am späteren Nachmittag niemand zu erreichen. Opladener, die regelmäßig am Bahnhof unterwegs sind, berichteten jedoch, dass dies der erste Aufzug-Ausfall seit mehreren Wochen sei. In der Anfangsphase habe der Lift immerhin fast täglich gestreikt.

Einzig die Fahrraddiebe schienen gestern rundum zufrieden sein zu können. Diverse aufgebrochene Radschlösser im Bahnhofsbereich belegten, dass ihr Arbeitstag offensichtlich ausgesprochen erfolgreich gewesen war.

Meldungen über gestohlene Räder hatte die zuständige Polizei in Köln gestern Nachmittag zwar noch keine - doch da war der typische Berufsverkehr der Pendler-Rückkehrer auch noch nicht angelaufen. . Manch einer dürfte den Verlust eines Rades auch erst später gemeldet haben. "Wundern würde es mich jedenfalls nicht, im Augenblick ist schließlich Saison", erklärte eine Polizeisprecherin. Und professionelle Diebe hätten viele Schlösser in null Komma nichts geknackt. Ihr Tipp: "ein hochwertiges, neues Schloss in Kombination mit einem schlichten, unscheinbaren Rad - das hält Diebe recht zuverlässig ab".

(pec,TK,US)
 
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