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Leverkusen-Opladen
Polizei schließt alle Kneipen nach Schlägereien

Opladen: Festnahmen nach Schlägerei in Leverkusen
Die Bahnhofstraße am Montagabend um halb acht: Mehrere Polizeistreifen sind zugegen. FOTO: Ulrich Sch�tz
Opladen. In Opladen sind in der Nacht zu Veilchendienstag Karnevalisten mit Männern aus Nordafrika aneinandergeraten. Ein Nordafrikaner soll eine 19-Jährige unsittlich berührt haben. Weil die Situation eskalierte, machte die Polizei um 23.30 Uhr erstmal alle Lokale an der Bahnhofstraße dicht.  Von Sebastian Fuhrmann

Als es dunkel wird, ist es mit dem jecken Frohsinn in Opladen allmählich vorbei. "Die hat mich angepackt, ich schlag die kaputt, ey", röhrt eine Jugendliche. Ihre Freundin packt sie an den Handgelenken. "Ey bleib mal locker." Das gute Zureden entspannt die Situation gerade noch rechtzeitig. Diese Szene war nur ein Vorbote für das, was am Rosenmontag in der Fußgängerzone passieren sollte.

In den Abendstunden eskalierte die Situation. Es gab mehrere Schlägereien und Körperverletzungen. Um 18.30 Uhr rückte die Polizei zum ersten Mal im Fußgängerbereich der Bahnhofstraße an, gegen 23.30 Uhr wussten sich die Beamten, die insgesamt dreimal einschreiten mussten, scheinbar nicht mehr zu helfen. "Auf unsere Weisung wurden die Lokale dichtgemacht", sagte Dirk Weber von der Polizei Köln. Erst um viertel vor eins öffneten die Spielhallen, Gaststätten und Bars an dieserm Straßenabschnitt wieder.

An der heftigsten Schlägerei gegen 21.30 Uhr an der Bahnhofstraße sollen etwa 15 Personen beteiligt gewesen sein. So berichteten es Zeugen. Vier Menschen wurden dabei verletzt, drei von ihnen mussten ins Krankenhaus. Weitere Zeugen sprechen davon, dass ein Beteiligter mit einem Messer gedroht habe. Wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte, sollen Karnevalisten und Männer aus Nordafrika aneinandergeraten sein. Ein 27-jähriger Nordafrikaner soll zuvor einer 19-Jährigen ans Gesäß gefasst haben. "Was sich genau zugetragen hat, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen", sagte Weber.

Die Polizei nahm den 27-jährigen Nordafrikaner und einen weiteren, 36-jährigen Nordafrikaner, der einen Mann verletzt haben soll, fest. Sie werden von der Polizei verhört. Gegen vier Personen sprachen die Polizisten Bereichsbetretungsverbote aus, sieben weitere erhielten einen Platzverweis, eine Person wurde in Gewahrsam genommen.

Nachdem der Karnevalszug in Opladen wegen der kursierenden Unwetterwarnung abgesagt worden war, hatten sich bereits am Mittag hunderte, vornehmlich junge Jecken in der Opladener Fußgängerzone versammelt. Gefeiert wurde anstatt am Zug auf den stählernen Sitzmöbeln – mit reichlich Bier und Kurzen im Gepäck.

 

 

( sef/ots)
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