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Leverkusen
Opladen Plus umarmt Buchhorn

Leverkusen. Gut ein Jahr nach der Kommunalwahl zieht Opladen Plus ein positives Fazit seiner Arbeit. Man habe viel für Opladen erreicht - dies sei auch ein Verdienst von Oberbürgermeister Buchhorn. Von Ulrich Schütz

Nach der Wahl wurde für die Fraktion von Opladen Plus (Markus Pott, Malin Munkel, Stephan Adams) ein politischer Traum wahr: Sie wechselten aus der Dauer-Opposition ins "bürgerliche Kernbündnis" mit CDU und den Grünen. "Seither können wir uns wirkungsvoll für die Belange der Opladener einsetzen", sagt Pott in einem Pressegespräch, an dem auch CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Eimermacher und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn teilnahmen.

Die drei plakativen Wahlversprechen von Opladen Plus wurden oder werden erfüllt: eine Lösung für eine Art neues Bürgerbüro in Opladen, den Erhalt der städtischen Parkplätze an der Kämpchenstraße (was allerdings wohl nur für ein paar Jahre gelten wird) und die Wiedereinführung des vorher bei der CDU vehement abgelehnten OP-Kennzeichens. (Am 3. August will Markus Pott mit Oberbürgermeister Buchhorn das erste "neue" OP-Autoschild anschrauben).

Es war keine Liebeshochzeit von Opladen Plus: "Zu den ersten Gesprächen mit der CDU sind wir mit einem Gefühl gegangen, das man vor einem Zahnarztbesuch hat: Man muss hin, weiß aber nicht, was kommt", beschreibt Pott. Ganz schnell und auch dank Buchhorn sei den Opladen Plus-Vertretern vermittelt worden: "Im Bündnis werden Sachthemen diskutiert und dies auf Augenhöhe."

Beide Seiten versicherten auf mehrfache Nachfrage unserer Redaktion, dass es keine Versprechungen, etwa Zusagen über Posten oder Pöstchen, gegeben habe. Pott: "Der Wille, den städtischen Etat zu sanieren, ist unser gemeinsamer Nenner." Engagierten OP-Plus-Wahlkämpfern wie Manni Gruse war dies zuviel: Er zog sich grollend zurück.

Natürlich schwimmt gerade Opladen Plus auf der Sympathiewelle, die durch die Neugestaltung des Bahn-Ausbesserungswerkes und die weiteren Verbesserungen für Opladen entstanden ist. "Das ist ganz großes Kino", analysiert Pott und schwärmt schon von dem "Turmhaus", das bald am Ende der im Bau befindlichen Bahnhofsbrücke Opladen entstehen soll.

Das Gebäude soll Büros für städtische Mitarbeiter und beispielsweise Servicestellen der Nahverkehrsbetriebe und der Bahn bieten. Der politische Wille, dies zu realisieren, ist im Stadtrat groß, aber: Es gibt bislang nach Aussage von Stadtchef Buchhorn noch keinen Investor dafür. Dabei wolle er möglichst viele Leute in die Stadtzentren bringen. Und: Durch den städtischen Stützpunkt sei die ständige Kontrolle der Bahnhofsumgebung garantiert.

OP Plus (70 Mitglieder) empfiehlt übrigens, Buchhorn zu wählen.

Quelle: RP
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