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Leverkusen
Opladen: Schönheitskur für eine Mio Euro

Leverkusen. Die Jury hat gesprochen: Die Opladener Fußgängerzone soll nach den Entwürfen des Teams "Wündrich/WES" erneuert werden. Kosten 1. Bauabschnitt: rund eine Million Euro. Die Bezirksvertretung II wird dies wohl am 6. Juli beschließen. Von Ulrich Schütz

Das Gewinnerbüro "Wündrich Landschaftsarchitekten und WES LandschaftsArchitektur" soll nach der Entscheidung jetzt eine Entwurfsplanung erarbeiten, zu der es weitere Bürgerbeteiligungen geben soll. Damit setzt die Stadt Teile des Stadtteilentwicklungskonzeptes Opladen um. Dafür fließen insgesamt rund 15 Millionen Euro an Fördermittel, für die "akzentuierte Gestaltung der Fußgängerzone Opladen" sind rund eine Million Euro Fördergelder eingeplant. Mitte 2017 wird mit der Schönheitskur für die Fußgängerzone und Teile des Marktplatzes Opladen begonnen, teilt Baudezernentin Andrea Deppe den Bezirkspolitikern in einem Beratungspapier mit. Der Umbau ist in zwei Abschnitte aufgeteilt.

1. Bauabschnitt: 2017 bis 2020. Er umfasst: neues Pflaster in Teilen der Fußgängerzone: 1500 Quadratmeter (Preis: 210.000 Euro).

- Möblierung: 24 Sitzbänke (Stückpreis: 4500 Euro), 24 Papierkörbe (Stück: 750 Euro), 18 Spielgeräte (Stück: 2000 Euro), 24 Fahrradbügel (Stück: 350 Euro), 24 Mastleuchten (Stück: 3000 Euro), ein Kronleuchter zum Preis von rund 45.000 Euro. Dazu kommt die Begrünung: 20 "Blütenbäume" zum Stückpreis von 3500 Euro. Das alles sind laut Stadt Kostenschätzungen für den 1. Bauabschnitt. Ab 2020 könnte der 2. Bauabschnitt folgen. Hier ist die Umgestaltung des Marktplatzes und der Goethestraße vorgesehen. In der Bahnhofstraße, Höhe heutiger Busbahnhof, soll ein Wasserspiel installiert werden. Die Gesamtfinanzierung und damit die Umsetzung sind noch offen, aber bereits die erste Ausbaustufe verspreche "die gewünschte Aufwertung der Opladener Mitte", urteilte die Jury. Vorsitzender Prof. Franz Pesch wird den Entwurf am 6. Juli im Bezirk II vorstellen. Zudem sollen die Pläne im Internet und im Verwaltungsgebäude Goetheplatz präsentiert werden.

Ein Ausschnitt aus der Begründung: "Der Entwurf für die Umgestaltung von Kölner Straße und Bahnhofstraße ist getragen vom Respekt für den Bestand an Straßenbäumen und die gut erhaltene Klinkeroberfläche. Eine neue Prägung und Identität wollen die Verfasser durch ein kraftvolles neues Element erzeugen - einen breiten Teppich aus hellem Betonstein, der in Verbindung mit den erhaltenen Baumgruppen einen unverwechselbaren Ausdruck entfaltet." Mit fünf Metern Breite seien die hellen Teppiche richtig dimensioniert, um den funktionalen Anforderungen einer Fußgängerzone gerecht zu werden.

Quelle: RP
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