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Leverkusen
Parkettlust: 100 Tänzer im Erholungshaus

Leverkusen: Parkettlust: 100 Tänzer im Erholungshaus
Heike Krax und Herbert Fehling können beim Tanzen "wunderbar vom Alltag abschalten". Beim "Tanz-Kränzchen" im Erholungshaus spielte dazu die Band "Greencard" die passende Parkett-Musik. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das zweite "Tanz-Kränzchen" der Bayer Kultur geriet - wie das erste - zum Erfolg. Das Konzept war schon viel früher einmal erfolgreich: 1920. Von Gabi Knops-Feiler

Mit frisch polierten Tanzschuhen in der Tasche stürmten die Menschen in den Saal. Der Anlass: das zweite "Tanz-Kränzchen" im Erholungshaus. Und wieder waren die Karten innerhalb weniger Tage vergriffen. "Es ist der Wahnsinn", merkte Gina Bernt, die sonst die Fäden im Künstlerischen Betriebsbüro des Erholungshauses in der Hand hält, erfreut über den großen Anklang an. Denn die Idee zur Wiederbelebung stammte von ihr. Schon einmal gab es dieses Format bei Bayer - im Jahr 1920. Und so viel steht schon jetzt fest: Die Reihe wird fortgesetzt, Bayer Kultur bittet erneut zum Tanz.

Zu den 100 Hobbytänzern aller Jahrgänge, die sich unbändig auf das große Tanzvergnügen freuten, gehörten Heike Krax (48) aus Köln und ihr Tanzpartner Herbert Fehling (50) aus Schlebusch. Beim Tanzen könne er wunderbar vom Alltag abschalten, sagte der leitende Angestellte.

"Das ist die beste Art, sich zu Musik zu bewegen", sagte die Bürokauffrau, die ihre Leidenschaft seit dem 16. Lebensjahr pflegt und bis zur Geburt ihres Kindes regelmäßig mit ihrem Begleiter unterwegs war. Meistens in der Opladener Tanzschule Kaechele, oft auf anderen Tanzparketts dieser Region. Nun waren Beide zum ersten Mal beim "Tanz-Kränzchen". Obwohl sie nur noch selten tanzt, hatte sie nichts verlernt. Und sie genoss es, von ihm sicher über die Tanzfläche geführt zu werden.

Mag es für Nicht-Tänzer auch seltsam klingen: "Beim Tanz führt der Herr", verdeutlichte Simone Juric, Tanzlehrerin bei Kaechele, die vor dem eigentlichen Start mit Live-Musik der Leverkusener Band "Greencard" eine halbstündige Auffrischung für Discofox bot. Kaum einer blieb auf seinem Stuhl, als die Einführung begann.

Apropos Stuhl: Der Aufwand zum Umbau war im Vorfeld nicht unerheblich. Das Probenfoyer im Obergeschoss musste komplett freigeräumt, später mit Bühne, Tischen und Stühlen bestückt werden. Nebenan gab es Sofas und eine Theke samt Speisen und Getränken. Gemeinsam mit acht Freunden waren Heike (55) und Hans-Joachim Wobedo (56) gekommen. Seit 29 Jahren sind die Lützenkirchener verheiratet, vor 25 Jahren hatten sie regelmäßig bei Kaechele-Körber in Leichlingen getanzt und dort die höchste Klasse - Goldstar und Tanzklub - erreicht. Seit 20 Jahren bewegten sie sich allenfalls noch auf Tanzpartys. Von ihrem Premierenbesuch erhofften sie sich neben viel Spaß und einen schönen Nachmittag.

Der war garantiert. Spätestens als alle beim klassischen Walzer, feurigen Tango, flotten ChaChaCha oder einfachen Discofox über das Parkett schwebten.

Quelle: RP
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