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Leverkusen
Parknot Hufer Weg/Bruchhauser Straße verschärft sich

Leverkusen: Parknot Hufer Weg/Bruchhauser Straße verschärft sich
Der Neubaukomplex am Hufer Weg/Bruchhauser Straße zieht viele autofahrende Kunden an, die vor allem auch die öffentlichen Parkflächen belegen. Laut Sportclub-Leitung bemüht sich der Vermieter um Lösungen für das Parkproblem. FOTO: UM
Leverkusen. Seit der Geschäftsbau auf dem alten Herweg-Betriebsgelände Hufer Weg steht und unter anderem von einem Fitness-Studio genutzt wird, hat sich die Parkproblematik verschärft. Zahlreiche Anwohner sind mit ihrer Geduld am Ende und fordern von der Stadtspitze Gegenmaßnahmen. Von Ulrich Schütz

Rund 30 Anwohner der Bruchhauser Straße und des angrenzenden Hufer Wegs unterstützen die Beschwerde an Oberbürgermeister Uwe Richrath. Seit das Fitness-Studio in dem Neubaukomplex in Betrieb sei, stehe den Anliegern praktisch kaum noch ein Parkplatz an der Straße zur Verfügung, schreibt Jürgen-Udo Welsch stellvertretend für die "Nachbarschaftsgemeinschaft Bruchhauser Straße/Hufer Weg". Teils bleibe auf den Straßen nur eine schmale Gasse: Selbst bei normalem Fahrzeugverkehr gebe es erhebliche Probleme.

"Seit Ende Mai bin ich in Gesprächen mit der Stadt, Lösungen für unsere Parkproblematik gibt es bislang nicht", berichtete Jürgen-Udo Welsch gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Von einem Mitarbeiter des Fitnessstudios habe er erfahren, dass das Sportunternehmen eine Zahl von 1800 Kunden anstrebe. Das Studio verkrafte sogar bis zu 3000 Mitglieder. Tatsächlich stünden für das Studio nur 14 private Parkplätze zur Verfügung. "Die restlichen Besucher nutzen zwangsläufig die öffentlichen Parkplätze", schreibt die Nachbarschaftsgemeinschaft in ihrem Brief an die Stadtspitze. Zudem sei das Personal von der Studioleitung angewiesen worden, nicht auf den privaten Flächen zu parken.

Besonders bedenklich finden die Anwohner, dass die Bruchhauser Straße für Rettungsdienste und Buslinien schlecht passierbar sei. Dazu kämen die Falschparker, die für den Autoverkehr und für Fußgänger die Probleme verschlimmerten. "Uns ist die Situation bekannt", erklärte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen auf Anfrage. Inzwischen gebe es gerade wegen der Falschparker intensivere Kontrollen durch die städtische Verkehrsüberwachung. Zudem prüfe die Stadt, ob die Zahl der öffentlichen Parkplätze vergrößert werden könne. Nach Angaben der Sportstudio-Leitung kümmere sich der Vermieter ebenfalls um Lösungen. Die Anwohner haben dazu durchaus Ideen und Vorschläge, die sie mit ihrem Beschwerdebrief dem Oberbürgermeister auch mitgeteilt haben:

1. Absenkung der Bordsteine, damit vor den Häusern Stellplätze geschaffen werden können. Hier fordern die Anwohner eine Kostenbeteiligung des "Situationsverursachers", also beispielsweise der Geschäfte in dem Neubaukomplex.

2. Prüfung, ob Teile des nicht benötigten Friedhofsgeländes als Parkfläche für das Sportstudio verfügbar sind.

3. Nutzung von brachliegenden Grundstücken in der Nähe. Ergänzend fordern die Anwohner die Wiedereinrichtung der Tempo 30-Zone am Hufer Weg.

Quelle: RP
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