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Leverkusen
Pauels spricht zu Humor im christlichen Leben

Leverkusen. Bis zur Liturgiereform 1970 endete die Weihnachtszeit in der katholischen Kirche mit dem Fest "Mariä Lichtmess". Bis heute aber markiert der 2. Februar einen wichtigen Tag im Kirchenkalender. Von Gabi Knops-Feiler

Entsprechend wurden am Dienstag in der Pfarrgemeinde Sankt Remigius Kerzen in der Krankenhaus-Kapelle geweiht. Anschließend zogen die Gläubigen mit einer Lichterprozession zum Gottesdienst in die Kirche.

Dort las Diakon Karl Heinz Schellenberg aus dem Lukasevangelium. Und in seiner Predigt wies Kaplan Martin Ostheimer etwa 150 Gottesdienstbesuchern auf die Krippe hin, die bis zu diesem Tag noch stehengeblieben war. Zu sehen waren Maria und Josef samt Kind mit dem Prophet Simeon. Laut Evangelium stimmte Simeon ein Loblied auf den Messias an und segnete die Familie Jesu.

Im Rahmen des 150-jährigen Gründungsfestes der Kolpingsfamilie Opladen waren die Menschen danach zum Vortrag ins Remigiushaus eingeladen. Diakon Willibert Pauels (Büttenredner "Ne bergische Jung") referierte über das Thema: "Humor im christlichen Leben und Alltag." Gerade gläubige Menschen täten sich oftmals schwer mit Humor, weil sie seine Witze automatisch mit Blasphemie gleichsetzen würden, sagte Pauels. Wie zum Beispiel den: Drei Männer treffen Gott. Der Türke bittet, er möge ihn durch Handauflegen von seinen Schmerzen befreien. So geschieht es. Ebenso ergeht es dem Westfalen. Nur der Rheinländer sagt: "Hände weg, ich bin noch 14 Tage krankgeschrieben." In der Vergangenheit hätten sich zahlreiche Menschen über ihn beschwert, schilderte Pauels, jedoch habe er stets die Rückendeckung vom früheren "Kanalmeister" Kardinal Meisner genossen.

"Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit", sagte Pauels, das könne er aus eigenem Erleben bestätigen. Zudem rette Humor vor Krankheit und Verzweiflung. Er sprach recht ausführlich über seine Depressionen, ehe er zum Thema zurückkehrte. Schon in der Heiligen Schrift habe es geheißen: "Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl".

Christliche Witze - die schönsten Scherze kämen ohnehin aus dem Pfarrkarneval - brächten Freude und Fröhlichkeit ins Leben. Im Gegenzug dazu hätten Fundamentalisten keinen Humor, sagte Pauels, sondern würden mit der Angst arbeiten.

Das sei schon bei den Nationalsozialisten geschehen und aktuell wieder beim Islamischen Staat. Glücklich sei hingegen, wer fröhlich ist und sich mit allen Unzulänglichkeiten liebevoll annehmen könne - genau wie Gott es tue. Niemand müsse sich selbst todernst nehmen, denn Christus habe das Verhältnis von Tod und Leben ins Gleichgewicht gebracht.

Quelle: RP
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