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Leverkusen
Politik gegen Vollsperrung Fixheide

Leverkusen. Der Verwaltungsrat der Technischen Betriebe fordert andere Lösungen für die Straßensanierung. Von Ulrich Schütz

Wird es doch nicht zur 6,5-wöchigen Vollsperrung der Schlebuscher Straße in der Fixheide kommen? Bleibt die wichtige Hauptverkehrsstraße zwischen Alkenrath und Quettingen in den Sommerferien zumindest in einer Richtung befahrbar? Zum Thema "Straßensanierung und Vollsperrung" wurde gestern Wolfgang Herwig freundlich, aber bestimmt von der Politik in die Zange genommen.

Herwig, Chef der städtischen Technischen Betriebe (TBL), sagte unter dem zarten Druck der Kritik eine neue Überprüfung der Baustellenorganisation zu. Mitglieder des politisch besetzten Verwaltungsrates der TBL wollen sich heute mit Herwig treffen, um andere Lösungen zu finden. Große Hoffnungen hat der TBL-Chef aber nicht.

Verwaltungsratsmitglied Frank Schmitz hatte kurzfristig das Thema "Baustelle Schlebuscher Straße" auf die Tagesordnung des Verwaltungsrates setzen lassen. Schmitz: "Wenn diese Vollsperrung kommt, werden die anderen Stadtteile im Verkehr ertrinken." Grünen-Vertreter Dirk Danlowski verstärkte: "6,5 Wochen Vollsperrung dieser Straße, das halten wir nicht durch."

Warum wird die Schlebuscher Straße nicht halbseitig saniert?

Baudezernentin Andrea Deppe: "Wir haben das lange diskutiert. Glauben Sie uns, wir haben es uns nicht einfach gemacht." TBL-Herwig: "Die Schlebuscher Straße ist zu schmal." Wenn eine Straßenhälfte saniert werden soll, brauche man zu dieser Sanierungsfläche zusätzlich Arbeitsraum daneben und dann noch Platz für die Absperrung. Vielleicht bliebe so eben der Raum, um Pkw (2,10 Meter Breite) vorbei zu schleusen, für Lkw passe das auf keinen Fall.

Können andere Bauabschnittsstrecken gewählt werden?

Schmitz regte an, einen der zwei geplanten Bauabschnitte so zu begrenzen, dass Benzstraße und Bürgerbuschweg als nahe Umleitungsstrecke zu nutzen wären. Dies hat bekanntlich bei der Kanalbaustelle auch geklappt. TBL-Chef Herwig lehnt dies im Grunde weiter ab. Die jetzigen Baubereiche seien so gewählt, dass alle Firmen jederzeit mit Kraftfahrzeugen erreichbar bleiben. Bisher will die Stadt diese Abschnitte bearbeiten lassen: Abschnitt 1: Siemensstraße (Höhe A1-Autobahnbrücke) bis Schlangenhecke (Höhe Textar), Abschnitt 2: Schlangenhecke bis Borsigstraße (Einfahrt Aldi). Verwaltungsrat Schmitz forderte trotzdem, nochmals genauer zu prüfen, ob dieses kleine Stück zwischen Schlangenhecke und Benzstraße nicht anders saniert werden kann. Dann wäre zumindest für einen Bauabschnitt Benzstraße bis Borsigstraße keine Vollsperrung nötig.

Wird in zwei Schichten gearbeitet?

Nein, die Firma hat dies abgelehnt. Aber sie wird zumindest täglich zehn Stunden arbeiten.

Quelle: RP
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