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Leverkusen
Politiker wünscht sich mehr "Herzblut" für Torhaus

Leverkusen: Politiker wünscht sich mehr "Herzblut" für Torhaus
Opladen Plus macht mit einem großen Banner am Bahnhof Opladen aufs Torhaus - und auf sich - aufmerksam. FOTO: Ulrich Schütz
Leverkusen. Die Diskussion um ein neues Bahnhofsgebäude in Opladen, derzeit "Torhaus" genannt, wird schärfer. OP-Plus-Ratsherr Markus Pott fordert im Stadtrat sofort Vorentscheidungen zu einem möglichen Bau, der am Treppenturm der Bahnhofsbrücke stehen soll. Von Ulrich Schütz

Im Bauausschuss ist Pott mit Anträgen zu der Art des möglichen Treppenaufgangs, den Nutzungen des "Bahnhofs" und der Forderung nach einem Entwurf für den Vertrag zwischen Stadt und einem Investor gescheitert. Im Rat und Bezirk II dürfte es ebenso laufen. Fast alle anderen Fraktionen sagen: Für die Suche nach einem Investor sei die städtische Bahnstadt-Gesellschaft zuständig.

"Ich bin schockiert, wie wenig Herzblut die anderen Politiker in das Thema stecken", sagte Pott dennoch nach der Bauausschuss-Sitzung. Seine politischen Gegner, wie Bezirksvertreter Martin Krampf (SPD) und Ratsherr Bernd Miesen (CDU), meinen: Das Gebäude sei wichtig, aber erst müsste die Bahnstadt-Geschäftsführerin Vera Rottes mit dem Bahnstadt-Aufsichtsrat, in dem Pott sitzt, die Vorbereitungen treffen. Dann entscheide der Stadtrat. Bemerkenswert: Im Bahnstadt-Aufsichtsrat hat Pott seine Anträge bislang nicht platziert.

Der ehemalige Opladener SPD-Ratsherr Hans-Erich Hofmann meldete sich gestern und forderte von der Politik ebenfalls mehr Engagement. Jetzt. Mit der Ablehnung der aktuellen OP-Plus-Anträge drückten sich die Volksvertreter vor der Entscheidung für Opladen. Das Verhalten der Politiker sei von "Trägheit, Faulheit und Dummheit" geprägt, sagte Hofmann unserer Redaktion. Die Volksvertreter hätten dem Investor Vorgaben zu machen, an die er sich zu halten habe.

Fakt ist: Das Unternehmen Dogan, das auch die türkische Delphin-Hotelgruppe betreibt, hat Interesse - wie einige andere Firmen - an dem Torhaus-Standort schriftlich bei der Bahnstadt-Gesellschaft signalisiert. Fakt ist auch: Markus Pott, der einige Immobilien in Leverkusen besitzt, will nicht als Torhaus-Investor auftreten. Allerdings hofft Pott, wie er auf unsere Frage bestätigte, ein städtisches Grundstück im Bereich der alten Gütergleistraße Opladen kaufen zu können. Weil er im Bahnstadt-Aufsichtsrat sitze, habe er sein Kaufinteresse offen in der Stadtspitze, etwa bei Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD), angekündigt, um Interessenkonflikte auszuschließen. Die Entscheidung, wer Grundstücke bekommt, fällt der Stadtrat. Die Vorbereitung dafür soll bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Danach wollen Bahnstadt-Chefin Vera Rottes und die Stadtspitze das Verfahren zum Grundstück "neuer Bahnhof" (Torhaus) und die angrenzenden Geschäftsbereiche im Detail festlegen.

Quelle: RP
 
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