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Leverkusen
Polizei bereitet sich auf brisantes Fußball-Derby vor

Leverkusen: Polizei bereitet sich auf brisantes Fußball-Derby vor
In der Vergangenheit nutzen Kölner "Fans" auch den Weg über den Rhein, um Krawall zu machen. Die Polizei plant bereits den Großeinsatz rund um das Derby. FOTO: UM (Archiv)
Leverkusen. Am Sonntag treten die Fußballer von Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga beim 1. FC Köln an. Zur gleichen Zeit findet in der Innenstadt eine Demonstration mit mehr als 5000 Teilnehmern statt. Die Polizei kündigt konsequentes Vorgehen an. 

Wenn am Sonntagabend Bayer Leverkusen in Köln gegen den FC spielt, hat das nicht nur eine sportliche Bedeutung. Das Derby der beiden Nachbarstädte gilt als eines der brisantesten Spiele in der Fußball-Bundesliga - vor allem, weil sich gewaltbereite Anhänger beider Clubs rund um die Partie immer wieder zu Straftaten hinreißen lassen. Das Spektrum reicht von Gepöbel bis hin zu handfesten Prügeleien.

Die Polizei in Köln weiß aufgrund der vergangenen Jahre, was auf die Einsatzkräfte zukommen könnte. Ausgerechnet am Tag des Derbys ist in Köln zudem eine Großdemonstration angemeldet. Rund 5000 Menschen werden zu dem "Friedensmarsch für die Türkei" erwartet. Für die Polizei bedeutet das ein arbeitsreiches Wochenende. "Wir sind derzeit dabei, die Einsätze abzustimmen und zu planen", sagt Polizeisprecherin Natalie Stach. "Fußball ist für die Fans da und nicht für die Störer. Wir werden daher am Sonntag bei entsprechenden Auffälligkeiten konsequent einschreiten." Das betreffe auch die Umgebung um das RheinEnergie-Stadion. "Das Geschehen endet für uns nicht am Stadion", betont Stach. Auch an markanten Punkten wie dem Hauptbahnhof wird es deutlich verstärkte Polizeipräsenz geben.

Bayer-04-Geschäftsführer Michael Schade wünscht sich fürs Derby friedliche Fans: "Bei den Anhängern beider Lager schlagen die Herzen höher und die Spannung ist sicherlich zu fühlen. Doch neben dem Platz ist das Miteinander im beruflichen Alltag, das gemeinsame Auskommen von Kollegen aus den unterschiedlichen Fangruppen gang und gäbe. Auch die Tatsache, dass Spieler und Fans aus verschiedenen Ländern kommen, erfordert Respekt und Toleranz. Deshalb ist das Derby ein exzellentes Beispiel, was der Sport alles bewegen kann, um unsere Gesellschaft auf Dauer lebenswerter zu machen - mit Respekt und Toleranz als ganz wichtigen Baustein", warb er kürzlich bei der Leverkusener Kampagne Respekt und Toleranz (wir berichteten).

(dora/LH)
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