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Leverkusen
Polizei kontrolliert mit MP in der Hand

Leverkusen. Die Autofahrer sind derzeit schon einigermaßen erstaunt über Polizeikontrollen: Nach den Terroranschlägen von Paris bewachen Polizisten Verkehrskontrollstellen auch wieder mit Maschinenpistolen in der Hand.

Szenen, die es in dieser Intensität vor allem zu RAF-Zeiten gab. Die Polizei Köln/Leverkusen hat so auch am Donnerstag die Blicke auf sich gezogen, als auch in Leverkusen stundenlang der flächendeckende Großeinsatz zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls durchgeführt wurde.

Zur Einsatzvorbereitung nutzte die Polizei unter anderem die Daten aus dem Prognosesystem "Predictive Policing". Nach wie vor seien die Fälle im Bereich des Wohnungseinbruchs in Köln und Leverkusen auf einem hohen Niveau§, berichtete Einsatzleiter Thomas Sawatzki.

Ziel der Kontrollen war es laut Polizei insbesondere, Täter und deren Strukturen zu erkennen: Welche Fahrzeuge verwenden die Täter, welche Routen und wo liegen die "Rückzugsräume"? Deshalb habe es mobile und stationäre Kontrollen gegeben.

Insgesamt hat die Polizei am Donnerstag in Köln und Leverkusen über 380 Personen und mehr als 320 Fahrzeuge überprüft. Dabei fertigten die Beamten 14 Straf- und zwölf Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Dabei beschlagnahmten die Beamten auch mehrere abgepackte Konsumeinheiten Marihuana und über 20 Gramm Heroin.

"Durch unsere Kontrollmaßnahmen haben wir heute Wohnungseinbrüche verhindert. Einige überregional aktive Wohnungseinbrecher haben wir überprüft und ihnen unsere Präsenz vor Augen geführt", ließ sich Einsatzleiter Thomas Sawatzki von der Pressestelle zitieren. Und: "Auch weiterhin werden wir immer wieder solche Einsätze durchführen und für eine Verbesserung der Sicherheitslage sorgen."

(US)
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