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Leverkusen
Polizei nimmt vier Jecke in Gewahrsam

Leverkusen: Polizei nimmt vier Jecke in Gewahrsam
Eine Einsatzhundertschaft der Polizei sorgte in Leverkusen Schlebusch für Sicherheit. FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Die Polizei hat am Nachmittag eine erste positive Bilanz zur Weiberfastnacht gezogen. Insgesamt blieb es ruhig. Das lag auch am schlechten Wetter, sagt die Polizei.  Von Jim Decker

Regenwetter, da sind sich die meisten Karnevalisten einig, ist schlechtes Wetter. Die Polizei sieht das allerdings anders. "Aus Sicht der Polizei ist dieses Wetter gut", sagt Sprecher Christoph Gilles. "Bei Regen gibt es weniger Straftaten." Das wirkte sich auch auf die feiernden, mehrheitlich jugendlichen Karnevalisten rund um das Schlebuscher Haus Ferger am Ende der Fußgängerzone aus. "Wir sind sehr zufrieden mit der Lage", lobte Gilles, der bis zum frühen Abend lediglich von vier Ingewahrsamnahmen zu berichten hatte. Trotzdem hielten sich 80 Beamte bereit, die aber selten eingreifen mussten. Das liege auch an dem "wenig problematischen Klientel", das in Schlebusch unterwegs sei, sagt Gilles.

Das sieht auch Horst Wedler, Chef des Ordnungsamtes, so: "Hier ist es nicht so schlimm wie sonst." Maximal 1500 Jecke hätten sich versammelt – nur ein Viertel so viele wie in den vergangenen Jahren. In denen habe aber eben die Sonne geschienen.

Geschäfte schließen pünktlich

Auch die 33 anwesenden Malteser mussten bis zum Nachmittag eine überschaubare Anzahl von Betrunkenen behandeln. Das Verbot von Glasflaschen in der Feierzone zeigte zwar wieder Wirkung – eine komplett scherbenfreie Fußgängerzone allerdings ließ sich auch dieses Mal nicht komplett umsetzen. Kein Wunder, dass bis auf wenige Döner-Läden und Discounter alle Geschäfte pünktlich schlossen. Einige verbarrikadierten ihre Läden sogar mit Sperrholzplatten. Um das nicht nötig zu machen, sicherten wie in den vergangenen Jahren 80 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes die Partymeile zusätzlich ab. 

Polizei rechnet mit mehr Einsätzen in den Abendstunden

Einige Anwohner beschwerten sich zwar über feiernde Jugendliche, die in Nebenstraßen auswichen. Das Ordnungsamt wurde dem aber zeitig Herr. In den Abendstunden rechneten Gilles und Wedler mit mehr Turbulenzen. "Je stärker der Regen nachlässt, desto mehr stoßen dazu, die sich sonst in Kneipen oder dem Zelt aufgehalten hätten", sagt Wedler.

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