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Leverkusen
Polizei veröffentlicht „Einbruchsradar“

Leverkusen: Polizei veröffentlicht „Einbruchsradar“
FOTO: Polizei K�ln
Leverkusen. Die Polizei veröffentlicht eine Woche lang Grafiken, die zeigen, wo in den jeweils vergangenen 24 Stunden in den Stadtgebieten von Köln und Leverkusen eingebrochen worden ist. In vier Fällen versuchten es Einbrecher zwischen Montag und Dienstag in Leverkusen - jedoch ohne Erfolg. Von Ulrich Schütz

Für die Leverkusener begann diese Woche in einem Punkt erfreulich: Einbrecher waren zwar an vier Orten in Wiesdorf, Schlebusch, Lützenkirchen und Rheindorf aktiv, blieben aber erfolglos, berichtete die Polizei gestern, die im Rahmen der Aktion "Riegel vor" für einige Zeit täglich alle Einbruchsstellen veröffentlicht.

In der Zeit von Montag bis gestern wurden elf Taten im Bereich des Polizeipräsidiums Köln gemeldet. Die Tatorte in Leverkusen:

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Walter-Hochapfel-Straße In dem Schlebuscher Mehrfamilienhaus in der Nähe des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wurde die Balkontür aufgehebelt.

Bertha-von Suttner-Straße An dem Einfamilienhaus in Wiesdorf gab es Hebelspuren an einem Fenster.

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Baumberger Straße Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Rheindorf fanden Kratz- und Hebespuren an der Wohnungstür.

Atzlenbacher Straße Auch an diesem Einfamilienhaus in Bergisch Neukirchen blieb der Einbrecher im Versuch stecken. Die Terrassentür zeigt aber Aufbruchsversuche.

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In der Nachbarstadt Köln war dies anders. Bei vier Wohnungen kamen die Täter ins Haus. Die Beute: eine Münzsammlung, Autoschlüssel, Bargeld, Schmuck, Laptop, Tablet-PC, Sparbücher, Schließfachschlüssel, Sonnenbrille.

Die Taten belegen die Aussagen der Polizei: Die Einbrecher gehen auch in "ärmeren" Siedlungen auf Beutezug. Und: Gute Sicherungen der Türen und Fenster oder die Aufmerksamkeit von Nachbarn können die Vollendung von Einbrüchen verhindern. Zudem sind die Täter auf Beute aus, die sich schnell zu Geld machen lässt.

Spannend dürften in dieser Woche die Polizeimeldungen für Donnerstag bis Samstag werden. An solchen Tagen schlagen Einbrecher besonders oft zu. Wolfgang Baldes, Leiter der Präventionsabteilung im Polizeipräsidium Köln, appelliert, die Wohnungen und Häuser stärker zu sichern: "Das rechnet sich", sagt er. Billig ist das nicht: Pro Quadratmeter Fensterfläche, die gesichert werden muss, fallen laut Baldes etwa 300 Euro Kosten an. Eine gut gesicherte Eingangstür liegt bei etwa 2000 Euro. In 80 Prozent der Fälle kommen die Täter im Erdgeschoss jedoch durch Fenster oder Terrassentüren.

Baldes sagt: "Baumarktlösungen bieten oft nicht den gewünschten Sicherungserfolg." Die Polizei informiert im Präsidium regelmäßig und neutral über technische Sicherungslösungen. Im November sind an zwei Tagen Firmen dabei.

Spezialist Baldes erinnert daran: "Einbrüche können sehr starke emotionale Belastungen auslösen. Der Verlust eines Eherings als Erinnerungsstück an die verstorbene Ehefrau kann mehr schmerzen als der gestohlene Fotoapparat."

Es gibt auch Einbruchsfälle, nach denen Frauen, deren Kleiderschrank durchwühlt wurde, ihre gesamte Wäsche entsorgten. Sie konnten die Vorstellung nicht ertragen, dass ein Unbekannter alles angefasst hatte. Nach anderen Einbrüchen wechselten Opfer die Wohnung, um wieder Ruhe zu finden.

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