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Nach SEK-Einsatz in Leverkusen
Potenzielle Waffenkäufer wieder frei - Händler in Haft

Polizei stellt mutmaßliche Waffenhändler in Leverkusen
Leverkusen. Spezialkräfte der Polizei haben in Leverkusen am Samstag an zwei Orten mutmaßliche Waffenhändler festgenommen. Zwei Verdächtige sind wieder auf freiem Fuß, sie waren die Käufer. Der Händler hingegen ist in Haft.  Von Susanne Genath

Die zwei Männer (38 und 44), die am Samstag auf dem Europaring festgenommen wurden, sind nach Angaben der Polizei wieder auf freiem Fuß. Bei ihnen soll es sich in dem Waffendeal um die Käufer handeln. Der mutmaßliche Verkäufer (39), der in Leverkusen-Opladen in seiner Wohnung festgenommen wurde, sitzt dagegen jetzt in Haft.

Ob es sich bei den Käufern auch um Leverkusener handelt, will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Ebenso wenig, ob die drei Männer der Drogen- oder Rockerszene angehören. Das Ermittlungsverfahren unter der Führung der Behörden in Mönchengladbach laufe schon lange und dauere trotz der Festnahmen an. Nach unseren Informationen wird nicht nur in Mönchengladbach und Leverkusen, sondern auch in Wuppertal ermittelt.

Zuletzt gab es am Bahnhof Schlebusch in Leverkusen-Manfort einen SEK-Einsatz. Im Juli 2016 hatten dort Spezialeinsatzkräfte drei Männer festgenommen, die an einem brutalen Überfall auf ein Leichlinger Rentner-Ehepaar beteiligt waren. Zwei unbeteiligte Männer wurden bei dem Zugriff verletzt. Die Verhafteten sind vor kurzem zu zum Teil langen Haftstrafen verurteilt worden.

SEK-Einsatz am Bahnhof Schlebusch im Juli 2016 FOTO: Uwe Miserius