| 18.00 Uhr

Leverkusen
Premieren im Kinosaal

Shuttlenacht: Musik in der Bahn
Shuttlenacht: Musik in der Bahn FOTO: Foto: Uwe Miserius
Leverkusen. Das Scala-Kino beteiligte sich erstmals an der Leverkusener Shuttle-Nacht des Vereins LIKK e.V. und gehörte gleich zu den angesagtesten Standorten. 1100 Besucher kamen. Es gab 21 Konzerte in neun Gaststätten – und dem Shuttle-Bus. Von Tobias Krell

Eckhard Meszelinsky staunte – über die dichtgedrängte Masse in seinem einstigen Scala-Kinosaal 1, die prächtige Stimmung beim Auftritt der "Legendary Ghetto Dance Band" und die gute Show der verrückten Kombo. In Trainingsanzügen, mit Goldkettchen um den Hals und teilweise Afro-Perücken auf dem Kopf brachte die Gruppe gleich bei ihrem ersten Auftritt in der Heimatstadt das Publikum der vom Verein LIKK e.V. veranstalteten Leverkusener Shuttle-Nacht zum Schwitzen.

Jazztage-Helfer auf der Bühne

Denn obwohl die fiktive Vita an der Spendenbox von schweren Vergangenheiten in der Bronx oder den Favelas von Sao Paulo sprach, handelte es sich bei den Musikern ausnahmslos um Helfer bei Meszelinskys Jazztagen. Mit Liedern von Bands wie "Foo Fighters", "Red Hot Chilli Peppers", "Kris Kross" oder "Rage against the machine" sorgte die Gruppe um Frontmann "PI the voice Harris" (alias Ex-Tripstone-Sänger Pablo Schallenberg) für viel Stimmung im Scala.

Das war zum ersten Mal Veranstaltungsort bei der Shuttle-Nacht und gleich einer der Zuschauermagneten. Dafür verantwortlich waren die Ghetto Dance Band, "Inside Gravity" – in beiden Formationen spielte David Rodrigues Nogueira alias "Dirrty Rodrigues" mit – und "Divine to the End", die ebenfalls ihren ersten Auftritt vor heimischem Publikum absolvierten. Petra Drössert war begeistert vom Tun des Quartetts und herzte nach Ende des Konzertes ihren nassgeschwitzten Bruder, den DttE-Sänger Christian Steinbach, der den Großteil des Auftritts mit entblößtem Oberkörper absolvierte. "Ich bin echt stolz", betonte sie.

Auch anderswo wurde kräftig gefeiert und es war nicht leicht, angesichts der 20 begeisternden Konzerte an neun Veranstaltungsorten seinen vorab zurechtgelegten Zeitplan einzuhalten. Und überall gab es ein großes Hallo der sich untereinander bekannten Gäste. Auch viele Musiker nutzten die Chance zur musikalischen Rundfahrt. "Allerwertesten"-Frontmann Pit Hupperten schwärmte etwa von "der tollen Stimme" der Sängerin von "Miao Mio" (im "Pentagon"), Steinbach verfolgte den Auftritt von "Sinew" im "Zollamt", wo später auch die After-Show-Party stattfand. Hoch war die Musikerdichte zudem bei den letzten Konzerten von "Disarranged" (Café JuLe) und "Mofo" (Zollamt). Rund 1100 Musik-Fans sorgten nicht nur für volle Läden, sondern auch für einen neuen Shuttle-Nacht-Besucherrekord.

Quelle: RP
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