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Leverkusen
Prinz Peter hebt gerne mal ab

Leverkusen: Prinz Peter hebt gerne mal ab
Der kleine Drohnenflieger mit Kamera, die unseren Fotografen Uwe Miserius bei der Arbeit aufnahm, gehört zu Peter Rösgens luftigen Steckenpferden. FOTO: Rösgen, UM
Leverkusen. Die Altstadtfunken Opladen stellen mit Peter III. (Rösgen) einen Manforter als Prinzen. Von Ulrich Schütz

Morgen, 11.11., können die Karnevalisten endlich wieder losgehen. Der designierte Leverkusener Karnevalsprinz Peter Rösgen fiebert dem großen Tag herbei: "Ich schlafe schon schlecht. Morgens um vier Uhr wache ich auf, denke an meine ersten Auftritte", berichtet Peter III. im Gespräch mit unserer Zeitung. Morgen wird Peter Rösgen noch im normalen Anzug vor geladenen Gästen im Alkenrather Bürgerhaus vorgestellt. Mit dabei seine "Heimatgesellschaft", die Altstadtfunken Opladen.

Das Lampenfieber wird nach der eher intimen Vorstellung vor geladenen Gästen dann aber weiter stark zunehmen: Samstag, 19. November, geht es im vollen Ornat auf die Forum-Bühne. Welche Show er dort abziehen wird, daraus macht Peter III. ein großes Geheimnis. Wer ihn kennt, geht nicht davon aus, dass er als weiterer singender Prinz durch die Säle ziehen wird. Proklamiert wird Peter III. von einem Sportsfreund: Oberbürgermeister Uwe Richrath. Die beiden spielen seit Jahrzehnten Handball beim TuS Opladen. Während seiner Regentschaft muss Rösgen pausieren: Der Leverkusener Festausschusspräsident Uwe Krause will vermeiden, dass Rösgen sich in dem harten Mannschaftssport möglicherweise verletzen und ausfallen könnte.

Eine "Rampensau" ist der Manforter nicht. Als Dachdeckermeister genoss er bisher eher die Aussicht von den relativ einsamen Dächern dieser Welt. Der Technikfan muss dazu immer seltener aufs Dach klettern: Rösgen nutzt inzwischen eine Drohne zur Kontrolle und Besichtigung von Dachziegeln und Kaminen. Sehr zum Staunen seiner Kunden, ganz legal und mit 1,5 Millionen Euro versichert. Er nutzt dazu die großen Kenntnisse aus seinem Hobby: In der Freizeit steuert der Manforter Unternehmer gerne Hubschrauber - im Kleinformat. Einen Gag mit seiner Drohne muss sich Rösgen verkneifen: das Filmen seiner Prinzenfahrten durch die Wiesdorfer und Opladener Karnevalszüge. Der kleine Drohnenflieger mit eingebauter Kamera lässt sich immerhin so einstellen, dass er seinem Piloten in festem Abstand folgt, egal wohin er sich bewegt. Allerdings höchstens 25 Minuten lang, dann spätestens ist die Batterie leer.

Für seine neuen jecken Aufgaben ließ sich Rösgen vom Kniggolen und Veranstaltungsprofi Stefan Biggeleben schulen. Der Opladener Coach zeigte beispielsweise die richtige Mikrofon-Haltung und die Bewegungsabläufe auf einer Bühne.

Etwas über 80 Auftritte stehen bisher auf dem Prinzenterminkalender. Weil sie meistens abends anstehen, will Rösgen tagsüber normal arbeiten, bevor er sich in den jecken Fürsten verwandelt. Selbst am 11.11. zieht er erst um acht Uhr eine Arbeitsbesprechung mit einem Architekten durch, um dann die Prinzencrew einzusammeln und ins Bürgerhaus zu fahren.

Für seine Auftritte ließ sich Peter Rösgen eine neue Prinzenuniform auf den Leib schneidern. "Das Anziehen der Strumpfhose klappt gut", sagt Rösgen, "die Ärmel der Kleidung sind das Problem. Und das alles ist ziemlich warm." Übrigens: Für die Proklamation gibt es noch Karten (Stück: 30 Euro). "Und es ist eine normale Sitzung mit viel Programm, der Besuch lohnt sich", wirbt Rösgen. Einen besonderen Wunsch hat er: In der Session will er für den Verein "Leverkusen hilft krebskranken Kindern" sammeln. Geldgeschenke sind also von Peter III. ausdrücklich erwünscht.

Quelle: RP
 
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