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Leverkusen
Prozess gegen A 59-Geisterfahrer beginnt

Leverkusen. Ein 22-Jähriger muss sich wegen eines Verkehrsunfalls mit drei Toten auf der Autobahn 59 bei Rheindorf am 27. April vor dem Amtsgericht Langenfeld verantworten. Der aus Hilden stammende Mann hatte mit seinem Auto im Juni vergangenen Jahres das Auto einer Düsseldorfer Familie gerammt. Großmutter, Mutter und Kleinkind starben. 

Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann Anfang des Jahres wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen angeklagt. Zum Zeitpunkt des Unfalls soll er 1,68 Promille Alkohol im Blut gehabt haben.

Bei dem Unfall am 7. Juni 2009 soll der 22-Jährige alkoholisiert auf der A 59 unterwegsgewesen sein, geriet mit dem Wagen ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanke. Dabei drehte sich sein Wagen. Das jedoch merkte der Fahrer offenbar nicht. Jedenfalls fuhr er nach dem Crash wieder los – allerdings in die falsche Richtung.

Sekunden später kam es zu dem Zusammenstoß mit einem Wagen, in dem eine sechs-köpfige Familie aus Düsseldorf saß. Von einem Verwandtenbesuch aus Koblenz kommend befanden sie sich auf dem Rückweg nach Düsseldorf. Drei Familienmitglieder kamen bei dem Unfall ums Leben. Darunter befand sich die 32-jährige Mutter, ihr zehn Monate altes Kind sowie die 79-jährige Großmutter. Der 41-jährige Familienvater und seine beiden acht und neun Jahre alten Kinder überlebten.

Dem Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu vier Jahre Gefängnis.

(ddp, Archiv/ila)
 
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