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Leverkusen
Psychologe lobt Marketing-Strategie

Ein niedriger fünfstelliger Betrag als Honorar für einen prominenten Gast beim Neujahrsempfang: hinausgeworfenes Geld, das die Sparkasse besser an anderer Stelle eingesetzt hätte? Nein, meint ein Leverkusener Psychologe, der nicht namentlich erwähnt werden möchte.

"Eine bessere Werbung hätte die Sparkasse nicht für sich machen können." Und Werbung koste nun mal etwas. "Seitdem bekannt wurde, dass Wulff gebucht worden war, gab es Irritationen in der Bevölkerung. Mit der schillernden Persönlichkeit verbinden viele ein Scheitern." Deshalb sei die Verwunderung groß gewesen, dass eine Sparkasse gerade diesen Politiker einlädt.

Tatsächlich habe für Wulff die Chance bestanden, an dem Abend erneut zu scheitern. Sei er aber nicht. Durch seinen überzeugenden Auftritt habe er nicht nur sich in bestes Licht gesetzt, sondern auch die Sparkasse. "Das ist eine Win-Win-Situation." Wulff habe einen Beitrag geleistet, sein Image aufzupolieren, und die Anwesenden würden den Abend in dem Kreditinstitut in guter Erinnerung behalten und dies weitererzählen. "Ein drittklassiger Promi hätte schon auf den Tisch pinkeln müssen, um die gleiche Aufmerksamkeit zu bekommen", ist der Psychologe überzeugt. Und selbst ein schlechter Auftritt von Wulff wäre für die Sparkasse kein Beinbruch gewesen: Negative Werbung sei auch Werbung.

(sug)
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