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Leverkusen
Radio-Moderatoren bei der Arbeit zusehen

Leverkusen: Radio-Moderatoren bei der Arbeit zusehen
Besucher schauen den "Radio Leverkusen"-Moderatoren Thomas Wagner (r.) und Carmen Schmalfeldt (M.) zu, die mit Silja Meis (l.) sprechen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Normalerweise sind die Studiotüren bei Radio Leverkusen gut verschlossen, damit alle Störgeräusche draußen bleiben. Sonntag, am 25. Geburtstag, durften einzelne Hörer sogar während der Sendung eintreten, um einen Blick auf Mischpulte und Arbeitsplätze der Moderatoren zu werfen. Von Monika Klein

Normalerweise lösen die sich regelmäßig ab. Doch Carmen Schmalfeldt und Thomas Wagner wollten einen internen Rekord aufstellen und zum Jubiläum 25 Stunden am Stück moderieren - im Team. "Sie haben gesagt: ,Wir schaffen das'", erzählt Chefredakteur Daniel Hambüchen.

Als gestern um 11 Uhr die erste Besuchergruppe durch die Redaktionsräume geführt wurde, waren sie noch sehr gut drauf. Allerdings hatten sie da noch 23 Stunden vor sich.

Unter der Leitung von Monika Salchert, zuvor Lokal-Redakteurin bei der Rheinischen Post, ging Radio Leverkusen am 8. Mai 1991 erstmals auf Sendung, als kleinster Lokalsender. Zu den Kleinen gehört er zwar immer noch, hat sich aber zu einem der erfolgreichsten entwickelt, sagt Dietmar Henkel, Geschäftsführer der Radio-Betriebsgesellschaften (HSG). "Radio Leverkusen hat in Leverkusen mehr Hörer als Einslive und WDR 2 zusammen", versichert er. Rund 66.000 Menschen schalten täglich den Lokalsender ein. Er läuft auch in Geschäften oder Wartezimmern.

An der Wand erinnert ein gelber Zettel: "Immer sofort alles richtig machen." Und schon stürmt die Besuchergruppe die Räume des Senders in einem ehemaligen Bekleidungsgeschäft an der Breidenbachstraße, die durch Dachfenster von Tageslicht erhellt werden. Dürfen Moderatoren die Füße auf den Tisch legen und alles sagen, was sie wollen? In einem Video werden von Mitarbeitern des etwa 20-köpfigen Teams (vier Redakteure, zwei Volontäre und freie Mitarbeiter) die gängigen Fragen vorweg beantwortet.

Die Themen werden in einer Konferenz festgelegt, wobei man auch die Print-Konkurrenz beobachtet. Auf einem Bildschirm im größten Redaktionsraum laufen die aktualisierten Online-Einträge von Rheinischer Post und Leverkusener Anzeiger, außerdem die aktuellen Trends bei Twitter, Facebook und Google. Draußen vor der Tür wartet die die nächste Besuchergruppe. Junge Hörer dort schon mal probeweise Nachrichten ins Mikro sprechen.

Zum Geburtstag bringen Hörer Geschenke, Ana Vidall beispielsweise eine Torte "für meinen Lieblingssender". Sie hat mitgesungen bei der Hymne für Leverkusen, die Radio Leverkusen zum 25. Geburtstag entwickeln ließ. Eine Kostprobe gab's gestern. Diese Woche entsteht ein Video, Premiere ist Mitte Juni.

Quelle: RP
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