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Leverkusen
Raststätten-Gegner planen Demonstration in Bonn

Leverkusen. Die Standortfrage an der A 1 ist noch nicht geklärt. Von Susanne Genath

Zwei mögliche Standorte für Autobahn-Raststätten entlang der A 1 hat die Planungsgesellschaft Deges, die Bund und zwölf Bundesländern gehört, auf Leverkusener Gebiet ausfindig gemacht. Noch steht aber nicht fest, ob tatsächlich in Alkenrath oder im Ölbachtal in Lützenkirchen/Steinbüchel gebaut wird. "Die vorgestellten potenziellen Standorte werden derzeit detaillierter bewertet und untereinander verglichen, um den finalen Standort zu bestimmen", berichtet Lutz Günther von der Deges auf Anfrage unserer Redaktion. Die Planungsgesellschaft habe damit ein Ingenieurbüro beauftragt. "Ziel ist es, den finalen Standort bis Frühjahr 2018 festzulegen."

So lange will die Bürgerinitiative "Lev kontra Raststätte" nicht warten. Sie organisiert am Mittwoch, 8. November, eine Demo vor dem Bundesverkehrsministerium in Bonn. "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, nach der tollen Demo im Juli mit der ,Menschenkette mit Fahrrädern' mit über 2000 Teilnehmern nachzulegen und ein weiteres Zeichen zu setzen", sagt Peter Westmeier, Sprecher der Bürgerinitiative. "Wir wehren uns gegen einen Lkw-Rastplatz in Wohngebieten und im Bürgerbusch. Wir wollen verdeutlichen, dass wir nach dem Ausbau der Autobahnen und der RRX-Strecke keine weiteren Belastungen in Leverkusen akzeptieren." Die Verkehrslasten müssten gerechter verteilt werden.

Trotz des Termins an einem normalen Werktag hoffen die Initiatoren, mit etwa 100 Teilnehmern nach Bonn zu fahren. Abfahrt sei um 13 Uhr in Lützenkirchen am Pfarrheim St. Maurinus (Von-Knoeringen-Straße 1), kündigt Westmeier an. Die Busfahrt koste fünf Euro je Teilnehmer (Anmeldung per E-Mail an: info@lev-kontra-raststaette.de).

Lastwagen-Rastplätze an Autobahnen rund um Leverkusen sind knapp, insbesondere seitdem der Rastplatz "Tilsit" durch den Ausbau der A 3 zwischen Köln und Leverkusen weggefallen ist. Im Sommer hatte die Deges mögliche Standorte an der A 1 bekannt gegeben. Die bestehende Raststätte in Remscheid kann aus topographischen Gründen nicht erweitert werden.

Quelle: RP
 
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