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Leverkusen
Rat entscheidet über Schönheitskur für Wiesdorf

Leverkusen. Nach dem Stadtteilentwicklungskonzept für Opladen und dem Handlungskonzept für Hitdorf steht jetzt auch für das Wiesdorfer Stadtzentrum eine Überarbeitung in Aussicht. Jetzt geht es darum, rechtzeitig Fördermittel zu bekommen. Von Ludmilla Hauser

Das IHK Wiesdorf ist ein Muss-Projekt. Das Integrierte Handlungskonzept, kurz eben IHK, ist für Oberbürgermeister Uwe Richrath ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung Leverkusens, und die "darf trotz unseres Haushaltssanierungsplans nicht zum Erliegen kommen", hatte der Stadtchef neulich erst noch einmal betont.

Heute stimmt der Rat zum Thema ab. Konkret geht es um die Beauftragung der Bietergemeinschaft "Junker + Kruse" und "wachten plus planungsgesellschaft". Sie sollen bis Ende des Jahres als Erstes ein Grundkonzept zum IHK Wiesdorf erarbeiten. "Das Auftragsvolumen des zweistufig angelegten Konzeptes beträgt 143.799,60 Euro brutto", heißt es in dem städtischen Beratungspapier weiter. Außerdem soll zur "politischen Begleitung der inhaltlichen Erarbeitung des IHK" ein Arbeitskreis aus "je einem Fraktions- und Gruppenmitglied und den politischen Einzelvertretern und der Bezirksvorsteherin für den Stadtbezirk I sowie ihrem Stellvertreter" gebildet werden.

Dass es ein solches Konzept nach dem IHK Hitdorf und dem Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) Opladen für die Wiesdorfer Innenstadt und angrenzende Bereiche geben soll, hat der Stadtrat schon Anfang 2015 beschlossen. Ziel des Ganzen: Wiesdorf in seiner "strukturellen und funktionalen Vielfalt (Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Versorgung) und in seiner Bedeutung als City und Stadtzentrum Leverkusens zu stärken."

Besonders wichtig am IHK für das derzeit finanziell mehr als knapp aufgestellte Leverkusen: Ein solches Konzept ist die Voraussetzung für eine Finanzspritze aus den Programmen der Städtebauförderung. Also aus jenen Töpfen, die Richrath anzapfen will, um die Stadt trotz strengen Sparkurses voranzubringen. Und dies ist kein Ziel in allzu ferner Zukunft, denn: "Entscheidend beschleunigt wird die vorgesehene Erarbeitung des IHK durch die Planungen zum Umbau/zur Neustrukturierung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) in Wiesdorf aufgrund des Vorhabens zur Gleiserweiterung des Rhein-Ruhr-Express' (RRX)." Weil das so ist, müssen die Baumaßnahmen zur ersten Ausbaustufe - die Erneuerung des Busbahnhofs - bereits ab kommendem Jahr beginnen. Um dafür Mittel aus der Städtebauförderung bis Ende dieses Jahres noch beantragen zu können, ist der unmittelbare Beginn der Konzepterarbeitung zwingend erforderlich", schreibt die Stadt. Die Planung zum Busbahnhof und zum IHK Wiesdorf müssen also Hand in Hand gehen. Zunächst soll fürs IHK demnach ein Grundkonzept entstehen. Danach kommt der Feinschliff: "Die zweite Stufe bildet die nachfolgende detaillierte Bearbeitung des IHK und die auf den Grundantrag aufbauenden Förderantragsstellungen in den Folgejahren", heißt es im Beratungspapier.

Mit der Bezirksregierung und dem zuständigen Ministerium hat die Stadt sich zart abgestimmt. Ob und wie das IHK Wiesdorf gefördert wird, steht noch nicht fest. "Die zuständigen Stellen bestätigen aber die städtebauliche Wichtigkeit des Projektes und sehen einen grundsätzlichen Förderzugang."

Voraussichtliche Ende September soll es dann eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben.

Quelle: RP
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