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Leverkusen
Rat lehnt Schulgebäudetausch ab

Leverkusen. Sein vorbereitetes flammendes Plädoyer zum Thema Schulgebäudetausch Heinrich-Lübke-Straße hat SPD-Ratsherr Hans Klose wieder wegpacken können. Denn im Rat herrschte gestern eine klare Meinung: Es wird keinen Gebäudetausch zwischen Förderschule und Gesamtschule Schlebusch geben.

Stattdessen zieht die Dependance der Förderschule - so wie es das städtische Beratungspapier vorsieht - ab dem Schuljahr 2017/2018 wieder zurück an den Hauptstandort an der Haus-Vorster-Straße. Aber: Schüler der Schlebuscher Gesamtschule werden dann nicht in das frei werdende Gebäude an der Heinrich-Lübke-Straße einziehen. Die Stadt wollte mit diesem Vorschlag den geplanten Ausbau der Gesamtschule überflüssig machen. Und Geld sparen - der Umbau Heinrich-Lübke-Straße kostet rund halb so viel wie der Ausbau der Gesamtschule, den die Stadt mit ca. drei Millionen Euro beziffert.

"Wir diskutieren aber seit Jahren die Auflösung von Schuldependancen. Deswegen sollten wir, wenn wir die Chance haben, nicht noch eine einrichten", argumentierte etwa Rüdiger Scholz (CDU). Er war sich mit Erhard Schoofs (Bürgerliste), Frank Schönberger (CDU) und eben Hans Klose einig, dass stattdessen ein Erweiterungsbau auch aus pädagogischer Sicht sinnvoller sei.

Finanzdezernent Frank Stein merkte an, dass die rund 1,6 Millionen Euro mehr für die Erweiterung "nicht im Kreditdeckel enthalten sind". Die Stadt müsse so mit einem überzogenen Investitionsetat wieder ins Genehmigungsverfahren mit der Bezirksregierung. Klose: "Da muss es doch Spielräume geben, wenn es um Bildung geht."

(LH)
 
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