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Leverkusen
Rathaus besetzt Stellen jetzt online

Leverkusen. Was bei fast allen Arbeitgebern in der freien Wirtschaft sowie auch bei den meisten Behörden längst Usus ist, wird ab heute auch im sogenannten e-Recruiting-Verfahren des Rathauses ermöglicht. Damit können sich ab heute auch die Bewerber für 22 Ausbildungsplätze in acht Berufsbereichen bei der Stadt Leverkusen online bewerben. Von Gundhild Tillmanns

Schneller und weniger personalintensiv soll das neue Verfahren ablaufen. Alleine im vergangenen Jahr waren bei der Stadt Leverkusen 100 Stellen neu zu besetzen, wofür 2000 Bewerbungen plus 250 Intitiativbewerbungen sowie 500 Anfragen für die Ausbildungsplätze noch auf herkömmliche Weise zu bearbeiten waren. Personal werde durch die neue Online-Bewerbung aber nicht eingespart, betonte Simone Fey-Hoffmann, Fachbereichsleiterin Personal und Organisation. Die Arbeitsbelastung könne nunmehr aber auf das Normalmaß heruntergefahren werden. Die steigende Fluktuation bei der Stadtverwaltung führt die Personalleiterin auf ein zunehmendes Dienstalter der Beschäftigten sowie auf Mehrbelastung durch Ausfall von Langzeitkranken zurück.

Wer allerdings über keinen Internetzugang verfüge, könne sich auch noch auf herkömmliche Weise bei der Stadtverwaltung bewerben, sagt Fey-Hoffmann. Die Datensicherheit sei beim e-Recruiting aber gewährleistet. Mit der Einführung des e-Recruiting, wofür bei der Stadt Leverkusen eine zweijährige Vorbereitungszeit benötigt wurde, möchte die Verwaltung vor allem jungen Menschen entgegenkommen, betont die Personalleiterin. Denn laut einer Studie informierten sich 80 Prozent aller Deutschen zunächst über die jeweiligen Webseiten über ihre potenziellen neuen Arbeitgeber. 60 Prozent bewerben sich demnach über Online-Jobbörsen, 26 Prozent über Printmedien und nur 19 Prozent über die Arbeitsagentur: Diese Zahlern nannte Fey-Hoffmann. Zum e-Recruiting-Portal der Stadtverwaltung gehören natürlich auch eine detaillierte Stellenbeschreibung und das entsprechende Anforderungsprofil.

Und wer sich als Bewerber für eine bestimmte vakante Stelle registrieren lasse, könne bei einer Absage auch innerhalb des Portals auf andere freie Stellen mit einer erneuten Anfrage wechseln. Die elektronischen Bewerberdaten werden allen an der Personalauswahl beteiligten Personen und Gremien zugänglich gemacht, die dann auch ihr Votum online abgeben: "zu empfehlen - neutral - nicht zu empfehlen", stehen zur Wahl. Nur eines wird sich auch künftig nicht durchs Internet ersetzen lassen: der persönliche Eindruck, den ein Bewerber beim Auswahl- und Vorstellungsgespräch hinterlässt.

Quelle: RP
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