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Leverkusen
Ratsbündnis will Sicherheitsgefühl stärken

Leverkusen. CDU, Grünen und Opladen plus fordern unter anderem bessere Beleuchtung und weniger Schmutz. Von Gabi Knops-Feiler

Leverkusen soll nicht nur schöner werden, sondern auch sicherer. Verschmutzungen und Dreck sowie Vandalismus, Einbruch und Diebstahl, Angsträume wegen fehlender Beleuchtung oder uneinsichtige Nischen soll es bald nicht mehr geben. Jedenfalls, wenn es nach dem Willen zahlreicher Kommunalpolitiker geht. Das Leverkusener Ratsbündnis aus CDU, Grünen und Opladen plus hat jetzt eine entsprechende Forderung aufgestellt. Gestern wurde die Presse darüber informiert - ausgerechnet in einem "Angstraum" zwischen Skater-Anlage und Eisenbahnlinie.

Das Thema "Sicherheitsgefühl in Leverkusen stärken - Sicherheit neu strukturieren" habe im Bündnis schon auf der Tagesordnung gestanden, als noch niemand ahnen konnte, dass es derart aktuell sein werde, sagte Fraktionsvorsitzender Thomas Eimermacher (CDU). Nicht nur Bund und Länder, sondern auch Kommunen könnten und müssten einen Beitrag für mehr Sicherheit und ein besseres Lebensgefühl der Menschen leisten. Ein Gefühl der Sicherheit gehöre zu den Grundbedürfnissen der Menschen, ergänzte Roswitha Arnold, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Das Erscheinungsbild einer Stadt sei ein wichtiger Aspekt.

Bürger hätten eher Angst vor Vandalismus und leichter Kriminalität, als vor schweren Straftaten, berichtete Rüdiger Scholz (CDU), stellvertretender Kreisvorsitzender, und bezeichnete die Verwaltung als wesentlichen Akteur. Deshalb fordert das Bündnis in seinem an Oberbürgermeister Uwe Richrath gerichteten Antrag auch den Abschluss einer neuen Kooperation mit der Polizei Köln. Ziel sei "die verbindliche Vereinbarung regelmäßiger gemeinsamer Schwerpunktaktionen und -kontrollen" - und zwar "in der hellen Jahreszeit" und möglichst gemeinsam mit dem Fachbereich Recht und Ordnung oder mit einem privaten Sicherheitsdienst.

Die ehemalige Citystreife, meinte Kreisvorsitzender Frank Schönberger (CDU), sei ein "guter Ansprechpartner für die Bevölkerung" gewesen. Ergänzend dazu schlug Arnold die Möglichkeit gemeinsamer "Spaziergänge" oder die Einrichtung eines Melderegisters als App oder Onlineplattform vor.

Bei Baumaßnahmen der Stadt und der städtischen Gesellschaften - die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) hat bereits eine gute Vorbildfunktion eingenommen - seien Aspekte wie Einsehbarkeit, Bepflanzung und Beleuchtung in ihren Planungen zu berücksichtigen. "Angsträume" dürften künftig gar nicht erst entstehen, forderte Schönberger, vorhandene sollten beseitigt oder zumindest entschärft werden. Damit sich die Bürger "weiterhin sicher fühlen und sich unbefangen in ihrer Stadt bewegen können", heißt es in dem Antrag.

Quelle: RP
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