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Leverkusen
Reaktionen auf Kunstverein und Museums-Sparidee

Wahrscheinlich muss die Leverkusener Stadtspitze bald zu einer Bürger-Kultur-Spardiskussion einladen, damit die Wellen der Empörung oder Gegensparvorschläge eingefangen werden könen.

Ein Beispiel für Reaktionen: "Levpeter", ein RP-Internetleser, hat Samstag auf den offenen Brief der Kunstvereins-Vorsitzenden Ingrid Müller-Ost so reagiert: "Frau Müller-Ost und viele andere Kunst-Lobbyisten hätten besser dafür gesorgt, dass die Menschen gerne ins Schloss gehen, um sich Kunst anzusehen. Sie haben es inzwischen seit Jahrzehnten versäumt." Der Steuerzahler solle "einer kleinen Minderheit dieses teure ,Hobby' finanzieren". Das Geld werde dringend für wichtigere Projekte gebraucht.

Ex-FDP-Ratsherr und Museumsfan Friedel Ferber beantragte gestern, "kostspielige Ausstellungen, die nur der elitären auswärtigen Kunstszene gewidmet sind und kaum Besucher aus Leverkusen und Umgebung ansprechen, vorübergehend einzustellen". Der Museumsdirektor solle beauftragt werden, aktiv an der Neuausrichtung des Museums Morsbroich mitzuwirken.

Ferber fordert zudem, dass Dr. Martin Kochanek, Leiter der städtischen Einrichtung NaturGut Ophoven, bei der Museums-Neuausrichtung mitarbeitet. Kochanek habe bewiesen, wie erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit gehe und wie sich die Bildungslandschaft optimieren lasse. Von den Aktionen des Naturgut-Teams könne auch der Kunstverein einiges lernen, meint Ferber.

(US)
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