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Leverkusen
Realschule rüstet technisch auf

Leverkusen: Realschule rüstet technisch auf
Lehrer Nouredine Ben-Cahlou testet mit der Klasse 7b die neuen Computerräume an der der Realschule am Stadtpark während einer Mathestunde. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Zwei neue Computerräume stehen den Schülern am Stadtpark in Wiesdorf jetzt zur Verfügung. Außerdem wurde die Küche umgebaut. Anderthalb Jahre haben die Arbeiten gedauert. Ein Asbestfund hatte sie verzögert. Von Tobias Falke

Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk haben die Mädchen und Jungen der Realschule am Stadtpark bekommen. Sie können sich unter anderem über zwei neue Computerräume freuen. Während der kleinere Raum, der für 22 Schüler ausgelegt ist, für die Informatikkurse der siebten bis zehnten Klasse genutzt wird, steht der größere Raum kompletten Klassen zur Verfügung. Hier finden 32 Schüler Platz: "So viele wollen wir natürlich nicht in einer Klasse", erklärt Schulleiter Wolfgang Wirsing. "Aber für Notfälle haben wir nun vorgesorgt."

Die Zehntklässler Betim und Ilir lernen im Informatikkurs gerade zu programmieren. "Die alten Rechner waren schon steinalt", erzählt Ilir. "Außerdem haben wir jetzt viel größere Bildschirme", ergänzt Betim. Alle Rechner seien so vernetzt, dass der Lehrer sehe, wo sich die Schüler gerade befinden - also wer tatsächlich lerne und wer unerlaubt im Internet surfe. Dann könne der Lehrer den Bildschirm sperren lassen, was allerdings nicht oft vorkomme.

Auch die Küche der Realschule am Stadtpark wurde komplett umgebaut und bietet nun einen großen Kochbereich mit anschließendem Ess- und Aufenthaltsbereich. Und der Kiosk "MC School" ist ebenfalls auf den großen Ansturm vorbereitet, wie Lehrerin Marie-Theres Hardinghaus erklärt. "Wir werden unter anderem von einem Bäcker beliefert. Die 80 bis 90 Teile sind dann meist nach 15 Minuten verkauft." Bis in den Flur Schlange zu stehen, seien die Pennäler bereits gewöhnt. Und die Schüler, die beim Verkauf helfen, wurden in Sachen Hygiene geschult und tragen einheitliche Shirts und Handschuhe. Zum Toben wurde zusätzlich ein kleiner Raum zum Lagern von Spielgeräten für die "Aktive Pause" von der Stadt Leverkusen eingerichtet.

Die Baumaßnahme dauerte mit insgesamt eineinhalb Jahren recht lange. Grund: Während der Arbeiten sei gesundheitsgefährdender Asbest gefunden worden, berichtet Schulleiter Wirsing.

Die Idee zur Modernisierung sei durch die katholische Hauptschule im Hederichsfeld in Opladen gekommen, erklärt er. Denn diese ist momentan an der Realschule untergebracht. Die Hauptschule wird bis 2019 kernsaniert. Die Schüler benutzen noch die alten Computerräume. "Wie eine Art Schneeballeffekt haben wir uns dazu entschlossen, neben neuen Computerräumen auch eine neue Küche und einen neuen Kiosk ins Leben zu rufen", sagt Wirsing.

Zeitgleich freute er sich über Schüler Marvin Reichel aus der zehnten Klasse. Der hat gerade den Wettbewerb "Leverkusener Stadtradeln" gewonnen und 785 Kilometer innerhalb von drei Wochen auf seinem Drahtesel verbracht - über 37 Kilometer pro Tag. Dafür gab es ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro, das der Schüler komplett an die Aktion "Saubere Schule" spendete.

Quelle: RP
 
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