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Leverkusen
"Remigius" baut neue Abteilung für Magen-Darm-Krankheiten auf

Leverkusen: "Remigius" baut neue Abteilung für Magen-Darm-Krankheiten auf
Siedelte vom Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal nach Opladen um: Dr. Volker Groneck leitet die Gastroenterologie, für die bereits neue Endoskopiegeräte angeschafft wurden - und Spezialwaschmaschinen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Innere Medizin der Klinik wurde um eine Gastroenterologie-Abteilung erweitert. Als Leiter wurde Dr. Volker Groneck aus Köln geholt - zu dem bisher problematische Fälle weitergeleitet wurden. Von Monika Klein

Patienten wollen im Krankenhaus ganzheitlich behandelt werden. Andererseits erwarten sie eine größtmögliche Spezialisierung und Professionalität. Um diesen Spagat zu schaffen, wurden im Remigius-Krankenhaus die Strukturen der Abteilung Innere Medizin verändert. Man hat dort eine neue Unterabteilung Gastroenterologie geschaffen, die seit sechs Wochen Dr. Volker Groneck leitet. Der Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie war bisher Oberarzt der Medizinischen Klinik am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal, mit dem das Remigiuskrankenhaus schon länger zusammenarbeitet. Bisher wurden problematische Fälle dorthin weitergeleitet. Jetzt hat man sich den qualifizierten Spezialisten direkt ins Haus geholt.

Außerdem wurde die erste Viertelmillion Euro in neue Endoskopiegeräte und Spezialwaschmaschinen, die Keimfreiheit garantieren, angeschafft. Die gleiche Summe wird in 2017 noch einmal investiert, um die Ausrüstung auf den neusten Stand zu bringen. Bei den Geräten habe es in der jüngeren Vergangenheit eine erhebliche Weiterentwicklung gegeben, erklärt Groneck. Bestimmte Erkrankungen, die vor einigen Jahren noch vom Chirurgen mit großer Operation behandelt wurden, könne man heute endoskopisch durch natürliche Körperöffnungen durchführen. Eine erhebliche Erleichterung für den Patienten. "Bei großen Darmpolypen wurde früher ein Teil des Darms entfernt", nennt er ein Beispiel. Und bei der Gelegenheit warb er gleich für die Darmspiegelung, die für Menschen ab 55 Jahren als Vorsorgeleistung empfohlen und bei unauffälligem Befund alle zehn Jahre wiederholt wird. Hier sei Vorsorge wirklich sinnvoll, weil eventuelle Polypen nicht mehr zu Darmkrebs, der zweithäufigsten Tumorart, führen können. Die Vorsorgeleistung wird grundsätzlich von niedergelassenen Ärzte erbracht, im Krankenhaus wird die ambulante Untersuchung nur bei überwiesenen Patienten durchgeführt.

Chefarzt Dr. Marc Spielmanns hält die Bildung einer neuen Unterabteilung für absolut sinnvoll. Zumal er den neu gewonnenen Kollegen schätzt, menschlich und fachlich sowieso. Der bringt zur Spezialisierung in der Gastroenterologie auch besondere Kenntnisse in der Inneren Medizin mit und damit alle Voraussetzungen für die angestrebte überfachliche Zusammenarbeit. Gemeinsame Patientengespräche sollen Standard werden.

Die neue Struktur stärke das Remigius-Krankenhaus auch als Ausbildungsstätte für Fachärzte, erklärt Spielmanns. "Wer hier gelernt hat, verfügt nach fünf, sechs Jahren über eine solide und breite Ausbildung." Nach einem Rotationsmodell durchlaufen die Assistenzärzte auch andere Fachabteilungen.

Quelle: RP
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