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Leverkusen
Rheindorf-Nord: Ärger um Busverbindung

Leverkusen: Rheindorf-Nord: Ärger um Busverbindung
Viele Kunden müssen unter anderem die Linie 211 nutzen, um von Rheindorf-Süd aus zum S-Bahnhof zu fahren. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Wupsi-Kunden klagen, der S-Bahnhof werde zu selten angefahren. Von Peter Korn

Die Bus-Flotte der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG (Wupsi) steuert auf 78 Linien zurzeit mehr als 900 Haltestellen in Leverkusen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis an. Laut ihrer Werbung klappt alles prima: "Während die Fahrgäste unterwegs sind, arbeiten auch die technischen Systeme bei der Wupsi auf Hochtouren", wirbt das Unternehmen auf seiner Internetseite: "Sie sorgen mit dafür, dass die Fahrer der Busse die Kunden zuverlässig und sicher zu ihren Zielen befördern können."

Doch nicht immer stimmen Fahrgast-Wünsche und die Wirklichkeit überein, wie ein Beispiel aus Rheindorf-Nord zeigt. Dort haben sich Kunden jetzt beklagt, der S-Bahnhof im Rheindorfer Norden werde abends, am Wochenende und an Feiertagen schon sehr lange nicht mehr direkt angefahren.

Stattdessen müssten Fahrgäste, die von Rheindorf-Süd aus zum S-Bahnhof fahren möchten, mit der Linie 210 oder 211 bis zur Oderstraße fahren, dort aussteigen, auf die andere Straßenseite laufen und dann dort in die 207 umsteigen. Oder sie gingen das restliche Stück zu Fuß, was angesichts des schlecht beleuchteten Feldwegs ganz sicher kein Vergnügen sei.

Und auch dann werde im Regelfall die S-Bahn verpasst. Besonders ärgerlich sei das, wenn an Feiertagen und am Wochenende die S-Bahn nur im 30-Minuten-Takt fahre. Habe man dann obendrein keine Abokarte, sondern müsse erst noch im Bus ein Ticket erstehen oder das Ticket am Automaten am Bahnhof kaufen, sei es so gut wie unmöglich, seinen Zug zu bekommen.

Noch unbefriedigender sei die Situation für alle, die mit der S-Bahn ankommen: "Die Busfahrer sehen die gerade einfahrende S-Bahn oder die oben stehende S-Bahn und fahren dennoch ab. Warten auf die laufenden Kunden? Fehlanzeige", lautet eine der Beschwerden.

Den Wunsch der betroffenen Kunden, die 207 den zeitlichen Gegebenheiten anzupassen oder die 211 durchgängig den Bahnhof ansteuern zu lassen, kann die Wupsi allerdings nicht erfüllen, wie Fahrdienst-Chef Peter Klemt auf Anfrage bestätigte: "Es gab auch von Seiten der Politik immer mal wieder solche Bestrebungen, aber das ist viel zu teuer und aufwändig", betonte er. Die Linie 211 aus Alt-Steinbüchel kommend übernehme in den Abendstunden und an den Feiertagen und Wochenenden einen Teil des Weges der 210, da Falle der S-Bahnhof zeitlich aus dem Rahmen. Gleichwohl sieht der Wupsi-Experte gerade für die Kunden aus Rheindorf-Süd, die zum S-Bahnhof wollen, kein grundsätzliches Problem, denn: "Die Linie 211 fährt auch den Bahnhof Leverkusen Mitte an. Das sind gerade einmal sechs Minuten mehr Fahrzeit, den Kunden bieten sich dort aber auch deutlich mehr Zustiegsmöglichkeiten in Züge."

Selbst mit dem Bahnhof Schlebusch seien die Busse genau vertaktet, nur mit Rheindorf funktioniere das an den beschriebenen Zeiten eben nicht: "Unter der Woche steuern unsere Fahrzeuge den S-Bahnhof allerdings auch im 10-Minuten-Takt an. Wir reden hier über ein Problem, das sich mit den Fahrtmöglichkeiten zu anderen Bahnhöfen geringer darstellt", sagt Klemt.

Zurück zur Wupsi-Homepage. Dort heißt es unter der Kategorie "Anschluss-Bus": "Wenn Sie an einer Haltestelle auf einen direkt anschließenden Bus umsteigen möchten, können Sie unseren Anschluss-Bus-Service in Anspruch nehmen. Sofern es innerhalb des betrieblichen Ablaufs und bei der Einhaltung der geltenden Fahrplanzeiten möglich ist, vermittelt unsere Funkleitstelle gerne Ihren Umstieg zwischen zwei Linienbussen." In Rheindorf wird das wohl auf absehbare Zeit nur ein Wunsch bleiben.

Quelle: RP
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