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Leverkusen
Rheindorfer feiern munter auch bei Regen

Leverkusen: Rheindorfer feiern munter auch bei Regen
Auch afrikanische Spezialitäten waren im Angebot beim Straßenfest in Rheindorf, gut gelaunte Köchinnen trotzten dem schlechten Wetter. FOTO: Gabi Knops-Feiler
Leverkusen. So ideal die Voraussetzungen vor zwei Jahren für ein integratives Straßenfest in Rheindorf waren, so schlecht waren sie diesmal. Zumindest am Samstag. Eigentlich hatte Dennis Wodzikowski, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Rheindorfer Vereine (AGR), an beiden Tagen mit mindestens 5000 Besuchern gerechnet. Davon konnte nun keine Rede mehr sein. Die Enttäuschung war dem 20-Jährigen anzusehen. "Als wir am Samstagmorgen aufgebaut haben, war die Straße zeitweise sogar vom Wasser überflutet", schilderte der Auszubildende betroffen die Lage. Von Gabi Knops-Feiler

Zum Magnet wurde die zur Flaniermeile umfunktionierte Wupperstraße zwischen Felder- und Solinger Straße tagsüber lediglich für besonders Hartgesottene. Und am Samstagabend, als sich die Sonne doch noch kurzzeitig blicken ließ. Während sich nur wenige Kinder auf dem Areal am nahe gelegenen Reiterhof vergnügten, nutzten Erwachsene überwiegend die Gelegenheit, um internationale Köstlichkeiten der Mitbürger ausländischer Herkunft zu kosten. Beim Marokkanischen Moscheeverein "El Muhsimin" gab es beispielsweise Merguez-Würstchen mit Rind- und Lammfleisch, die Serben boten Cevapcici, die Tamilen aus Sri Lanka hatten das populäre Kottu Roti zubereitet, eine Art Hackfleisch, vermischt mit pikant gewürztem Gemüse. Inzwischen drehte sich das Geschehen vor der Bühne an der Solinger Straße um Kampfsport. Trainer Christian Roth zeigte Grundlagen des Selbstverteidigungssystems "Krav Maga". Die Grundkurse beim TuS Rheindorf sind fast vollständig ausgebucht. "Krav Maga basiert auf instinktiven Bewegungsmustern, die schnell verinnerlicht werden können und auch unter Stress abrufbar sind", erklärte der Übungsleiter. Einige Freiwillige testeten es umgehend.

Zuhörer, die vor der Bühne Felderstraße den Klängen der Musik lauschen wollten, taten dies praktischerweise gleich unter dem Dach der Bushaltestelle. Fahrzeuge wurden an beiden Tagen umgeleitet, der Bereich zwischen beiden Kreisverkehren war ausschließlich Passanten vorbehalten.

Manche tanzten sogar auf der Straße, während beispielsweise die "Kölschen Cowboys" um den Rheindorfer Jürgen van der Elst mit Country-Musik, die Gemeindeband "Living Hope" der Hoffnungskirche mit Evergreens, die neu gegründete zwei Generationen-Musikgruppe "Pütz und Bänd" mit kölschen Liedern und die Soulcats um BAP-Bassist Werner Kopal mit groovigen Hits beeindruckten.

Spätestens da wollten die Rheindorfer gar nicht mehr nach Hause. Wie hatte es bei "Pütz und Bänd" doch so schön geheißen: "He is et esu schön, he kritt uns keiner mi fott".

Quelle: RP
 
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