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Leverkusen
Richrath spricht mit "Falken" über Europa

Leverkusen. Die "Falken" sind ein eigenständigen Kinder- und Jugendverband, bei dem sich der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Uwe Richrath jetzt angesagt hatte: "Die Falken sind aus der sozialistischen Arbeiterjugendbewegung hervorgegangen," betonte Bildungsreferent Oliver Hein. Das erkläre die Nähe zur SPD. Richrath hatte deshalb "ein Heimspiel" mit seinem Besuch bei den "Falken" im Naturfreundehaus Neuenkamp. Thema der Diskussion: "Chancen internationaler Jugendarbeit und die Rolle der Kommunalpolitik." Von Siegfried Grass

25 Jugendliche aus Deutschland, Finnland und Italien sind bereits seit mehr als einer Woche im Naturfreundehaus Neuenkamp zum "European Workcamp" zusammengekommen: also nicht nur zum Spaß, der sichtbar nicht zu kurz kommt, sondern auch zur gemeinsamen Arbeit. Internationale Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren treffen sich, um gemeinsam etwas zu schaffen, zum Beispiel bei den Renovierungsarbeiten im Naturfreundehaus und im Wiesdorfer Falkenhaus.

Oliver Hein hat das internationale Treffen organisiert, das finanziell unter anderem von Erasmus-Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Das European Workcamp (EWOCA) wiederum ist ein Projekt des internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes Dortmund. Es wird mit Mitteln des Landes NRW und der Stiftung Mercator unterstützt.

Die Jugendlichen aus Finnland kommen aus der Leverkusener Partnerstadt Oulu und der italienischen Hauptstadt Rom. Neben Ausflügen in der Umgebung nehmen sie neben ihrer Mitarbeit an der Renovierung auch an Theaterworkshops teil. Im nächsten Jahr werden sich viele wohl wieder in Rom treffen.

Was wollten die jungen Europäer nun von dem Lokalpolitiker wissen? Beispielsweise was konkret für den Jugendaustausch in Leverkusen gemacht wird (oder was ein möglicher OB Richrath machen würde), wie man aktuell mit den Flüchtlingen umgeht und versucht, sie zu integrieren, was man tun muss, um in Leverkusen einen Job zu finden?

Richraths Antwort auf die letzte Frage fiel ihm angesichts der EU-weiten Arbeitnehmerfreizügigkeit am leichtesten: "Einen guten Willen mitbringen und sich einfach bewerben," meinte er kurz, knapp und optimistisch.

Eine letzte Frage hatte auch Oberbürgermeisterkandidat Richrath an die Jugendlichen: "Wie wichtig ist für euch Europa?" Die Antwort einer Teilnehmerin war naheliegend: Ihr gefalle die Freizügigkeit in Europa, die sei sehr komfortabel. Sie biete viele Chancen, meinte die Jugendliche.

Quelle: RP
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