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Leverkusen
Richrath will marokkanische Moschee möglich machen

Leverkusen. Welche Musik hören die Menschen im Iran? Welche Märchen erzählen italienische Eltern ihren Kindern? Welche Spezialitäten gibt es in Marokko? Unter der Überschrift "Rund um die Welt" in der Reihe "Begegnung in der CityKirche" und in Kooperation mit "Inter Lev" samt Vorsitzendem Jannis Goudoulakis treffen sich Menschen, die viel zu erzählen haben über die Länder der Erde. Jetzt war der Marokkanische Eltern- und Jugendverein Gastgeber.

Gleich am Eingang des Pfarrsaals der Herz-Jesu-Kirche fiel die Gastfreundschaft auf. Mehr als 200 Gäste wurden mit Datteln und Honig begrüßt. Später servierten Helfer Minztee, während andere Speisen warm hielten. Vor dem Essen gab es Ansprachen und einen Film, der Marokko als modernes Land präsentierte, das reich ist an Geschichte und stolz auf seinen König. "Es bereitet mir Freude, die verschiedenen Kulturen und Religionen zusammenzubringen mit dem Ziel, die Vereinsmitglieder noch besser in die hiesige Gesellschaft zu integrieren", bemerkte Masjid Nour, Vorsitzender des seit 23 Jahren bestehenden Vereins mit 125 Mitgliedern. Der marokkanische Generalkonsul Jamal Chouaibi hielt - zum Bedauern vieler - seine Ansprache in Englisch und sagte, es sei schön zu sehen, dass zu diesem Treffen Menschen verschiedener Gesellschaften gekommen seien. "In Leverkusen leben Menschen aus 145 Nationen", sagte Oberbürgermeister Uwe Richrath. "Ich bin froh darüber, dass wir in einer Stadt leben, die offen und tolerant ist."

Jetzt gehe es darum, für die marokkanische Moschee einen Platz zu schaffen. "Es ist nicht einfach und eine große Begehrlichkeit", sagte Richrath, "aber ich denke, es wird möglich sein, Ihnen die Räumlichkeiten zu geben."

Unter den Gästen war auch Joachim Pöpping, einstiger Direktor des Hotels Ramada. Er war wegen seiner Freundschaft zu Goudoulakis aus Meerbusch gekommen, aber auch aus Freude darüber, dass viele Leverkusener mit ihrer Anwesenheit erneut demonstrierten, dass sie die marokkanische Gemeinde als wertvolle Mitbürger sehen.

(kno)
 
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