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Leverkusen
Ringstraße ist Vorbild für Hitdorfer Straße

Leverkusen: Ringstraße ist Vorbild für Hitdorfer Straße
Ein kleiner Schnitt für die Schere, ein großer Schritt für Autofahrer in Hitdorf: Bürgermeister Uwe Richrath (M.), TBL-Chef Wolfgang Herwig und Bezirksvorsteherin Regina Sidiropulos geben die Ringstraße symbolisch frei. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Nach dem Abschluss des Umbaus der Ringstraße soll bald der Umbau der Hitdorfer Straße bald beginnen. Von Roman Zilles

Ein bisschen was ist schon noch zu machen. Ein paar Pflasterarbeiten hier und einige Verkehrsschilder dort fehlen noch. "Aber es gab keinen Grund, der im geringsten gerechtfertigt hätte, diesen Termin zu verschieben", sagte Wolfgang Herwig, Chef der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL). Selbst das überpünktlich über Hitdorf heraufgezogene Gewitter vermochte es nicht, die offizielle Freigabe der Ringstraße zu verhindern.

Ziemlich genau ein Jahrhundert nach Anlegen der Straße und exakt 365 Tage nach Beginn der Arbeiten wurde gestern der Ausbau des Bereichs zwischen Kleingansweg und Langenfelder Straße offiziell für beendet erklärt. Drei Dutzend Gäste kamen dazu an die Langenfelder Straße, beziehungsweise suchten Zuflucht rund um die Bäckerei Eilers. Dort befand Oberbürgermeister Uwe Richrath: "Das ist ein historischer Moment."

Auch Herwig verteilte Lob: "Aus unserer Sicht lief es gut. Für eine so große Baustelle gab es kaum Beschwerden. Und die Zusammenarbeit mit der ausführenden Baufirma war sehr gut." Während der Zeitplan eingehalten wurde, gab es bei den Kosten eine überschaubare Steigerung. Der Grund: Während der Bauarbeiten zeigte sich, dass ein Teil der Ringstraße über einem früheren Flussbett liegt. Deshalb mussten dort nicht eingeplante Verstärkungen vorgenommen werden. Die Folge: Statt auf 2,18 beläuft sich die Rechnung nun voraussichtlich auf rund 2,35 Millionen Euro - das wären nicht einmal zehn Prozent.

Dass der Ausbau aber nur ein Teilstück bei der Umsetzung des Verkehrskonzepts ist, zeigt sich in der Raiffeisenbank. Dort sind derzeit an vier Stellwänden acht Lagepläne öffentlich ausgehängt, auf denen die Hitdorfer Straße der Zukunft zu sehen ist. "Der Plan ist, sie nach dem Vorbild des nun ausgebauten Teils der Ringstraße umzubauen", erläutert Tiefbau-Fachbereichsleiter Christian Syring. Sprich: So wie dort Tempo 30, kleine Kreisverkehre, versetzte Parktaschen und Baumscheiben den Verkehr gleichzeitig bremsen und fließen lassen, soll dies auch auf der Hitdorfer Straße geschehen. "Obwohl der Umbau schwieriger wird, weil es dort beengter ist", merkt Syring an.

Bis die ersten Baumaschinen anrücken, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Bis die notwendigen Fördergelder bewilligt, Baubeschlüsse gefasst und Aufträge ausgeschrieben und vergeben sind, vergeht noch mehr als ein Jahr.

Quelle: RP
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