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Leverkusen
Ringstraßen-Ausbau geht zügig voran

Leverkusen: Ringstraßen-Ausbau geht zügig voran
Dieses Teilstück der Baustelle Ringstraße ist noch eine Holperpiste. Mit den Bauarbeiten wird nach der Feiertagspause ab Montag, 4. Januar, wieder begonnen. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Nach kurzer Feiertagspause wird ab 4. Januar an der Ringstraße weiter gebaut. Ein Teilbereich mit Verkehrsberuhigung ist fast fertig und wird von Anwohnern gelobt. CDU-Ratsfrau Ursula Behrendt befürchtet aber Abgasprobleme. Von Gundhild Tillmanns

Die Bagger stehen still - an einem lehnt sogar ein bereits abgeschmückter und entsorgter Weihnachtsbaum - doch die Ruhe trügt an der Ringstraße in Hitdorf. Im neuen Jahr wird weitergebaut: Am 4. Januar, 7.30 Uhr, geht's weiter mit dem Erstausbau der Ringstraße: Darauf weist die zuständige Tiefbaufirma Lube & Krings aus Aachen mit Schildern hin.

Ein Teil der Ringstraße ist bereits so gut wie fertig, ein weiterer großer Teil ist noch Holperpiste. Zu erkennen sind aber bereits die verschränkten Buchten, die den Durchfahrtverkehr abbremsen sollen. Auch die künftigen Kreisverkehre sind bereits angelegt. Zudem ist ein Teil der Gehwegpflasterungen mittlerweile fertiggestellt, wird aber noch mit Splitt verfugt.

Von unserer Redaktion befragte Anwohner äußerten sich gestern positiv über den Baufortschritt. Zwar hatte es, wie wir berichteten, im Sommer einen etwa zweiwöchigen Stillstand gegeben. Der wurde aber mit dem Betriebsurlaub der Baufirma begründet, was auch nun wiederum für die Feiertagsunterbrechung gilt. Bis Juni soll der Erstausbau fertiggestellt sein. Und die befragten Anwohner meinen, dass dies auch klappen könnte: "Das muss man mal sagen: Die Jungs haben wirklich gut gearbeitet", lobt ein älterer Anwohner der Ringstraße die Bauarbeiter. Er lebe seit 28 Jahren dort, und die Ortspolitik habe die Anwohner immer wieder von Jahr zu Jahr mit dem Ausbau vertröstet: "Es hieß immer, im nächsten Jahr wird angefangen, dann zog wieder ein Jahr ins Land", erinnert sich der Hitdorfer.

Was nun bereits entstanden und zu erkennen sei, das gefalle ihm sehr: Vor allem die Buchten im Bereich des Kindergartens seien dazu geeignet, den Verkehrsfluss auszubremsen. Anwohner Sebastian Schmidt ist Handwerker und sagt zu den zurückliegenden Baustellenarbeiten: "Wo gearbeitet wird, entsteht auch Lärm und Schmutz. Aber wir haben uns nicht besonders belästigt gefühlt. Alles ist sehr schön geworden." Ob sich am Ende tatsächlich die erwünschte Verkehrsberuhigung einstellen werde, wage er aber noch nicht zu beurteilen: "Jetzt ist ja noch jeder gezwungen, langsam zu fahren", weist er auf den "Straßenzustand" hin. Denn in Teilbereichen der Baustelle werden die Autofahrer durch Ausfräsungen, Löcher und Holperpisten ohnehin gezwungen, gerade mal Schritttempo zu rollen.

Mit einer gewissen Skepsis betrachtet die für Hitdorf zuständige CDU-Ratsfrau Ursula Behrendt den Ausbau der Ringstraße: "Das wird ganz schön eng", sagt sie. Aber es werde nun eben so gebaut, wie es der Wunsch der Anwohner gewesen sei, fügte sie gestern hinzu. Allerdings wisse sie von Umweltexperten, die vor einem erhöhten Abgasaufkommen warnten: "Man muss mal abwarten, wie das ewige Abbremsen an den Buchten in der Fahrbahn von den Anwohnern aufgenommen wird", meint Behrendt.

Generell könne man aber froh sein, dass es "nach 100 Jahren, doch noch mit dem Ausbau der Ringstraße geklappt hat". Und wegen des anhaltend milden Wetters sei der Ausbau auch schon zügig fortgeschritten. Eine Einbahnstraße, wie es sich Anwohner immer noch wünschten, werde die Ringstraße aber nicht, zerstreut Behrendt anhaltende Spekulationen. "Wenn auch eines Tages die Hitdorfer Straße ausgebaut ist, dann sollen die Autofahrer die Ringstraße möglichst nur noch in Richtung Langenfeld benutzen. Eine Verpflichtung oder einen Zwang gibt es aber nicht", verdeutlicht die Kommunalpolitikerin.

Quelle: RP
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