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Leverkusen
Röntgen - der Entdecker der Strahlen

Leverkusen: Röntgen - der Entdecker der Strahlen
Die Ausstellung des Röntgen-Museums bietet spannende Einblicke in die Entwicklung der Nutzung von Röntgenstrahlung. FOTO: Jürgen Körschgen
Leverkusen. Im Lenneper Museum erleben Besucher Wissenschaft hautnah und erhalten Einblicke in das Leben des Entdeckers. Von Cristina Segovia-Buendía

Wenn der Arzt mal tiefer unter die Oberfläche schauen will, wird der Patient kurz zum Röntgen geschickt - ohne dafür gleich aufgeschnitten zu werden. Auch vor der langersehnten Flugreise wird das Handgepäck zur Sicherheit aller Reisenden kurz durchleuchtet, ohne dabei die Handtaschen der Passagiere einzeln durchwühlen zu müssen.

Röntgenstrahlung begegnet uns täglich und ist eine dieser menschlichen Errungenschaften, deren Bedeutung erst im Laufe der Zeit ersichtlich wurde. Noch heute findet die X-Strahlung - die in Deutschland nach ihrem Entdecker Conrad-Wilhelm Röntgen benannt ist - einen wichtigen Stellenwert in Forschung und Entwicklung, trägt zu wichtigen Erkenntnissen bei, etwa bei der Spaltung und Strukturbestimmung von Molekülen und der Entschlüsselung von Kleinstteilchen.

Deutlich wird das bei einem Besuch im Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid-Lennep, in der Geburtsstadt des Strahlen-Entdeckers. Am Rande des historischen Stadtkerns steht das Museum: ein Hybrid aus altem, denkmalgeschützten bergischen Fachwerkhaus und einem modernen Glaskubus als Anbau.

Auf über 2000 Quadratmetern beherbergt das Museum eine spannende Sammlung rund um das Thema Röntgen, Medizin und Physik und das gleichermaßen spannend für Laien, als auch für Fachleute. Jährlich passieren über 15.000 Menschen die Räume. In verschiedenen Themenräumen, die sich größtenteils im alten Fachwerkhaus befinden, durchlaufen die Besucher die unterschiedlichen Etappen des Entdeckers und berühmtesten Sohnes der Tuchhändlerstadt Lennep.

Es gibt den Nobel-Raum, in dem der feierliche Moment festgehalten ist, in dem Röntgen 1901 den allerersten Nobelpreis für Physik erhielt. Urkunde, Preisgeld und Frack sind ausgestellt. Von den mit rotem Samt bezogenen Stühlen blicken die Besucher frontal auf die Wand, die diesen Augenblick in Form einer Fotografie erzählt. Einen Raum weiter werden Röntgens Hobbys dargestellt: Wandern und Fotografie. Außerdem erfährt der Besucher, wie Röntgen auf seine Entdeckung stieß und welche Rolle die Hand seiner Frau darin spielte.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: Erwachsene fünf Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Das Museum bietet auch spezielle Führungen an, unter anderem eine von Kindern für Kinder. www.roentgenmuseum.de

Quelle: RP
 
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