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Leverkusen
Rohde und Pistor drehen in Bürrig

Leverkusen: Rohde und Pistor drehen in Bürrig
Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) und Kameramann Peter von Haller besprechen sich in der Wohnung der WGL am Markusweg in Bürrig. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. "Ein Schnitzel geht immer" heißt der neue Film, den die Bavaria Filmgesellschaft zurzeit mit den bekannten Darstellern Armin Rohde und Ludger Pistor in den Hauptrollen dreht. Eine Wohnung am Markusweg ist darin Pistors Zuhause. Von Susanne Genath

Frisch zugeschnittene Einbauküche, grün tapeziertes Schlafzimmer, Wandteppich - die Wohnung am Markusweg symbolisiert die vier Wände einer Mittelstandsfamilie. Eine Woche lang wurde sie für Dreharbeiten vorbereitet. Und wer gestern die Augen aufhielt, konnte in Bürrig bekannte Gesichter aus dem Fernsehen entdecken: Die Schauspieler Armin Rohde und Ludger Pistor waren für Aufnahmen zu ihrem neuen Film "Ein Schnitzel geht immer" angereist. Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) hatte der Bavaria Filmgesellschaft dazu zwei leerstehende Wohnungen zur Verfügung gestellt. "Die Gebäude werden zurzeit freigezogen, weil dort Einfamilienhäuser gebaut werden sollen", sagt WGL-Sprecher Klaus-Ulrich Heimann.

Ein Glücksfall, sagt Andreas Thürnagel. Er sorgt als Produktionsleiter für die logistischen Arbeiten. "Leerstehende Wohnungen sind heutzutage Mangelware. Die meisten sind an Flüchtlinge vergeben." Für realistische Filmszenen brauche man aber echte Wohnungen und nicht nur Kulissen. "Wir haben ganz viele Firmen angeschrieben und nach Räumen gefragt", berichtet der 52-Jährige. "Ein ,Location Scout' hat sich die Häuser dann angeschaut."

Andreas Thürnagel ist der Produktionsleiter. FOTO: Thürnagel

Das bürgerliche Milieu in Bürrig ist im Film die Heimat von Ludger Pistor alias Wolfgang Krettek, der dort mit Frau und erwachsener Tochter wohnt. Leverkusen wird allerdings nicht zu erkennen sein. Die Komödie spielt im Ruhrgebiet. Krettek ist ebenso wie sein Freund, der Ex-Tierpfleger Günther Kuballa (Armin Rohde), Hartz-IV-Empfänger. Beide überlegen, sich gemeinsam mit einem T-Shirt-Laden selbstständig zu machen. "Es sind Pechvögel auf der Suche nach dem Glück", fasst Thürnagel die Handlung zusammen. Der studierte Jurist ist nach eigenen Angaben seit 25 Jahren im Filmgeschäft.

Zwei "Schnitzel"-Filme hat es bereits mit Rohde und Pistor gegeben. "Die Handlungen bauen aber nicht aufeinander auf, sondern sind in sich abgeschlossen", erläutert der Produktionsleiter, der bereits bei "Ein Schnitzel für alle" mit im Boot war. Der Start war 2009 mit "Ein Schnitzel für drei".

"Alarm für Cobra 11" dreht in Leverkusen FOTO: Uwe Miserius

Für die WGL ist es nicht der erste Kontakt mit einem Filmteam. "Wir haben schon das ein oder andere Mal mit Filmgesellschaften zusammengearbeitet", berichtet Heimann. Vergangenes Jahr habe es zum Beispiel einen Dreh in Wohnungen an der Dhünnstraße gegeben. "Wir schließen mit den Filmgesellschaften jeweils Verträge, in denen genau festgehalten wird, was sie dürfen."

Das 40-köpfige Filmteam war die vergangenen zwei Tage übrigens nicht am Markus-, sondern am Bendenweg untergebracht. Dort standen unter anderem die Container für die Maske.

Gedreht wird bis Anfang Mai. Im Spätsommer oder Frühherbst soll der Film fertig sein. "Ein Sendetermin steht noch nicht fest", sagt Thürnagel. "Er wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 an einem Freitag um 20.15 Uhr ausgestrahlt."

Quelle: RP
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