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Leverkusen
Rotary-Club spendet für Flüchtlingskinder

Leverkusen. Mit 50 neuen Flüchtlinge pro Monat hatte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn gerechnet. Nun sind in den ersten drei Monaten des Jahres bereits 289 Asylsuchende in Leverkusen eingetroffen. Und der Zustrom hält unvermindert an. Auch 13 Minderjährige, die alleine die Flucht gewagt haben, gibt es bereits in der Stadt. Das Land werde aber ab dem Frühsommer noch weitere minderjährige Flüchtlinge zuweisen, hieß es gestern bei einem Pressetermin mit Vertretern der Stadtverwaltung, des kommunalen Integrationszentrums sowie dem Rotary-Club Leverkusen und dessen weiblichem Pendant, dem Verein Inner Wheel. Von Gundhild Tillmanns

Denn beide Vereine spendeten der Stadt 100 hochwertige Schulrucksäcke, gefüllt mit Duden, Bilderwörterbuch, Stiften, Heften und Malfarben. Jeweils 50 dieser bunten Rucksäcke werden an Flüchtlingskinder, die im Sommer in die Grundschule kommen und an diejenigen, die in der Sekundarstufe I eingeschult werden, ausgegeben. Das Sozialamt stattet die Flüchtlingsfamilien zwar mit einer Pauschale für eine Erstausstattung aus. Das Integrationszentrum spart nun aber in seinem Etat durch die Spende von Rotary und Inner Wheel und kann das Geld für andere Dinge nutzen, die Flüchtlinge ebenfalls dringend benötigen. Denn: "Manche kommen mit nichts hier an", weiß der Oberbürgermeister. Es sei deshalb nicht nur eine Pflichtaufgabe der Stadt, die Flüchtlinge mit allem Notwendigen zu versorgen: "Es ist auch eine Frage der menschlichkeit und der Moral", betonte Reinhard Buchhorn. Gerade junge Flüchtlinge müssten möglichst schnell durch die Schulen integriert werden.

Unter den etwa 2200 Flüchtlingen, die derzeit in Leverkusen leben, sind 380 schulpflichtige Kinder. Zum Schuljahr 2014/15 werden 90 ausländische Kinder und davon Flüchtlingskinder erwartet; in der Sekundarstufe I sind 55 Flüchtlinge unter den insgesamt 125 ausländischen Schulanfängern. Alle Leverkusener Schulen haben mittlerweile internationale Klassen, wobei das Werner-Heisenberg-Gymnasium im Sommer damit an den Start geht. So können mittlerweile in allen Schultypen vor Ort, auch Flüchtlingskinder mit entsprechender Deutschförderung integriert werden. Der Deutschunterricht für Flüchtlingskinder ist übrigens auch ein Schwerpunkt des Rotary-Clubs, wie sein Präsident Dr. Martin Gerling betonte.

Quelle: RP
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