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Leverkusen
RRX-Studie: keine Umweltprobleme

Leverkusen. Voraussichtlich im nächsten Jahr soll der Rhein-Ruhr-Express (RRX) eine "deutliche Verbesserung des Angebotes im Schienenpersonenverkehr" bringen, wirbt die Deutsche Bahn. Von Gabi Knops-Feiler

Einher geht diese Verbesserung mit dem zweigleisigen Ausbau des Schienennetzes zwischen Köln-Deutz und Dortmund, damit dort alle 15 Minuten ein Zug in jede Richtung fahren kann. Müssen nun Fauna und Flora unter den Baumaßnahmen leiden? Mit dieser Frage befasste sich der Beirat für Natur und Landschaft in seiner jüngsten Sitzung.

Die Antwort von Andrea Hoffmeier vom Planungsbüro Bosch und Partner (Herne) lautete: Nein. "Unter dem Strich werden alle Beeinträchtigungen kompensiert", urteilte die Fachfrau. Die Bahn beanspruche insgesamt 9,4 Hektar, davon stehen nach Fertigstellung 4,7 Hektar wieder zur Verfügung. Als Ausgleich diene die städtische Fläche an der Stixchesstraße. Der Acker unmittelbar neben der Autobahn A3 soll in Extensivgrünland - in artenreiches Grünland - umgewandelt werden, um nicht zuletzt diversen Vogelarten neuen Lebensraum bieten zu können. Ein Gehölzstreifen soll die Tiere vor Lärm und Emissionen schützen. Bei einer Begehung mit der Höheren und Unteren Landschaftsbehörde hatte sich herausgestellt, dass es rund um die Bayer-Parkplätze zwar einen "hochwertigen und geeigneten Lebensraum für Zauneidechsen" gibt, dass die Bautätigkeit im nördlich angrenzenden Bereich bis Willy-Brandt-Ring aber zum Verlust von Lebensraum führen würde. Deshalb sollen die Tiere temporär umgesiedelt und durch Einzäunung gesichert werden.

Um das Revier von Fledermäusen zu schützen, wird die Bahn auf Nachtbauarbeiten im Bereich der Dhünnbrücke verzichten. Gar komplett eingestellt werden die Arbeiten während der Laichzeit von Groppen, Forellen und Lachsen. Zudem bleibt die Brücke während der Bauzeit eingehaust, so dass Schadstoffe nicht ins Fließgewässer fallen können.

Laut Deutscher Bahn ist voraussichtlich im zweiten Quartal 2016 ein weiterer Erörterungstermin in Sachen RRX geplant.

Quelle: RP
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