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Leverkusen
Schiefer: Und Wiefel hat sich doch für Opladen eingesetzt

Leverkusen. Die Diskussion um die neuen Straßennamen auf der Bahnstadt-Westseite am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung II hat (wir berichteten) noch ein Nachspiel. Lucas Melzig (CDU), Markus Pott (Opladen Plus) und Dirk Danlowski (Grüne) hatten in einem Antrag formuliert, die künftige Umgehungsstraße, die noch als neue Bahnallee bezeichnet wird, solle man doch - in Erinnerung an die Geschichte des Areals - mit dem Namen "Am alten Bahnbetriebswerk" versehen. Und etwa nicht mit "Europa-Allee", so wie es die Stadt vorgeschlagen hatte. Das sei "wenig einfallsreich", argumentierte Melzig am Dienstag. So weit so gut.

Dann ging es aber um den Bahnhofsplatz, der nach städtischem Vorschlag Bruno-Wiefel-Platz genannt werden soll. Davor warnte Melzig in Erinnerung an die nun seit Monaten dauernde, teils heftige Diskussion um die Otto-Grimm-Straße in Wiesdorf und ihren Namensgeber. Der ehemalige Leverkusener Oberstadtdirektor soll Historikern zufolge eine nicht geringe Mitverantwortung der Nazis tragen. "Straßen nach Politiker-Namen zu benennen, ist schwierig", mahnte Melzig. Pott ergänzte, Bruno Wiefel habe sich nach der Zuordnung Opladens zu Leverkusen 1975 nicht mehr für Opladen eingesetzt.

Dem widerspricht Bezirksvorsteher Rainer Schiefer doch deutlich. Er unterstreicht erstens, dass der Antrag von Melzig stamme, nicht von der gesamten CDU im Bezirk und dass es "einfach falsch ist, dass sich Wiefel nicht mehr für Opladen eingesetzt hat". Schiefer stellte klar: Bruno Wiefel sei von 1975 bis 1989 Bezirksvorsteher für Opladen und Ratsherr gewesen.

(LH)
 
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