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Leverkusen
Schlebusch: Neue Wohnungen sind begehrt

Leverkusen: Schlebusch: Neue Wohnungen sind begehrt
So soll der neue Gebäudekomplex an der Ecke Gezelinallee / Oulustraße aussehen. 19 der 26 Wohnungen sind schon verkauft, auch die Penthäuser. FOTO: HKM
Leverkusen. Eigentlich sollte es mit dem Abriss an der Gezelinallee schon Mitte August losgehen. "Es wird aber wohl erst der 22. August", sagt Philipp Müller, Prokurist bei der HKM-Bauprojektentwicklung. Die Firma plant in Schlebusch einen Gebäudekomplex mit 26 Eigentumswohnungen und einem Büro, in das sie selbst einziehen will. Von Susanne Genath

Die teuersten Wohnungen - die fünf Penthäuser ganz oben - kosten Müller zufolge bis zu 4000 Euro den Quadratmeter. "Sie sind schon alle verkauft." Wie auch der Großteil der übrigen Wohnungen. "Insgesamt sind bereits 18 oder 19 weg", berichtet Müller. Was ihn nicht wundert. "Die Lage mitten in Schlebusch ist etwas Besonderes", sagt er. "Das Gelände an der Gezelinallee/Ecke Oulustraße ist die letzte Möglichkeit, in Schlebusch solche Wohnungen zu errichten. Ich kenne kein so zentrumsnahes Grundstück, das noch mit Wohnhäusern bebaut werden kann."

Das sieht Frank Schönberger genauso. Er ist Vorsteher des Stadtbezirks III, der für Schlebusch, Steinbüchel, Lützenkirchen und Alkenrath zuständig ist. "Ich finde das Konzept gut. Schlebusch und Leverkusen brauchen solche Bauprojekte", sagt er. Das HKM-Vorhaben sei für die Schlebuscher Klientel das Richtige. "Wichtig ist, dass der Mix stimmt. Wir brauchen sowohl bezahlbare Mietwohnungen als auch hochwertige Eigentumswohnungen."

Das bisherige Gebäude an der Gezelinallee / Ecke Oulustraße diente der Feuerwehr zuletzt für Übungen. Es wird abgerissen. FOTO: Uwe Miserius (Archiv)

Ein großes Wohngebäude wird entlang der Oulustraße hinter der Bushaltestelle errichtet "bis fast an den Kindergarten heran", erklärt Philipp Müller. Die barrierefreien Wohnungen verteilten sich über drei Stockwerke plus ein Staffelgeschoss. Die Gebäudehöhe orientiere sich an den Bauten auf der gegenüberliegenden Straßenseite. "An der Gezelinallee entsteht ein kleineres Gebäude, das von der Höhe her an die vorhandenen Wohnhäuser angepasst wird." Dort befindet sich dann auch die Einfahrt in die Tiefgarage.

Das Mehrfamilienhaus, das jetzt noch auf der Ecke von Gezelinallee und Oulustraße steht, wird abgerissen. HKM hatte es der Feuerwehr zuletzt für Übungen zur Verfügung gestellt - zur Freude der Wehrleute, weil sie dadurch auch mal an einem unbekannten Objekt trainieren konnten.

Die Geschäfte laufen für das Bauunternehmen gut. Ein gutes Dutzend Frauen und Männer ist für die Firma tätig. "Wir wachsen", sagt Müller. "Deshalb brauchen wir auch ein größeres Büro." Die jetzigen Geschäftsräume an der Oulustraße wolle man vermieten.

Die Firma, die zuletzt im November 2015 einen Wohnkomplex in Lützenkirchen mit dem Titel "Wohlfühlquartier" fertiggestellt hatte, ist nicht nur in Leverkusen tätig. "Mit unserer Projektsteuerung übernehmen wir schon seit längerem Bauherrenaufgaben bis hin nach Frankfurt und Hamburg", berichtet der Prokurist.

Neuland betritt das Unternehmen nun in Lindlar im Oberbergischen Kreis. Dort hat es ein ehemaliges Krankenhaus in der Stadtmitte, direkt neben dem Rathaus, gekauft und will darin Wohnungen und Gewerbeflächen bauen. "Die Kapelle und ein bestehendes Ärztehaus sollen erhalten bleiben", erklärt Müller. "Wir haben in der Vergangenheit zwar schon Krankenhäuser und Altenheime umgenutzt. Aber noch nicht auf eigene Rechnung und eigenes Risiko." Zu diesem Zweck habe man eine eigene Gesellschaft gegründet, die HKM-Projektgesellschaft. Unbekannt sei das Lindlarer Objekt - das Herz-Jesu-Krankenhaus - dem Schlebuscher Unternehmen auch nicht. "Wir kannten den Verkäufer aus unserer Projektsteuerung heraus."

Das Bauvorhaben an Gezelinallee/Oulustraße soll im nächsten Jahr beendet sein. "Die ersten Wohnungen werden voraussichtlich Mitte 2017 bezugsbereit sein", kündigt der Prokurist an. "Komplett fertig ist der Bau dann wohl im Oktober."

Die Lage mitten im Dorf zieht viele Immobilieninteressierte an. Die zentrumsnahen Grundstücke sind fast alle bebaut.

Quelle: RP
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