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Leverkusen
Schlebusch und Lützenkirchen sind die beliebtesten Wohnviertel

Leverkusen. Mit der neuen App "BORISplus.NRW" kann sich jeder kostenlos über Immobilienpreise informieren. Von Jessica Balleer

Der Grundstücksmarktbericht 2016 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Leverkusen zeigt ein Minus beim Kauf von unbebauten und bebauten Grundstücken, von Eigentumswohnungen und Häusern. Das bedeutete einen Millionenverlust. Preisunterschiede beim Mieten, Kaufen und Wohnen lassen sich in den einzelnen Stadtteilen finden.

Leverkusen und die Region Wer in Köln oder Düsseldorf wohnt, und nicht in Leverkusen, zahlt dafür einen kräftigen Aufpreis. Selbst auf der "Schäl Sick", in den rechtsrheinischen Stadtteilen der Region Köln/Bonn, liegen die Grundstücks- und Mietpreise zwischen 20 und 30 Prozent über den hiesigen. Leichlingen ist durchschnittlich fünf Prozent teurer. Am ähnlichsten ist das Preisniveau in Burscheid. Grünflächen, kulturelles Angebot, Infrastruktur und ein dichterer öffentlicher Nahverkehr sind laut Jürgen Späker vom Gutachterausschuss Gründe dafür.

Günstigste Wohngegend Nirgendwo lebt es sich so günstig, wie im Westen der Stadt. Der durchschnittliche Wohnungspreis in Leverkusen liegt bei 7,35 Euro/m². In Rheindorf sind die Mieten gefallen. Hier zahlt man derzeit etwa 6,96 Euro/m². Zum Vergleich: In Düsseldorf und Köln zahlt man etwa zehn Euro pro Quadratmeter - und damit fast 30 Prozent mehr.

Teuerste Stadtviertel Weil die Nachfrage auch das Angebot bestimmt, sind allen voran zwei der 13 Leverkusener Stadtteile beliebt: Schlebusch und Lützenkirchen. Sie liegen im Mietspiegel über dem durchschnittlichen Preisniveau. Die Wohnungspreise liegen bei durchschnittlich 9,47 Euro/m² bzw. 8,58 Euro/m². In Opladen hingegen bei 7,71 Euro/m². Ein neugebautes Haus mittlerer Größe und Ausstattung kostet in Schlebusch bis zu 2875 Euro/m².

Hausbau in der Stadt Die Zinsen befinden sich seit Monaten auf einem Rekord-Tief. Obwohl Baugeld günstig ist, ist die Zahl der verkauften Einfamilienhäuser zuletzt gesunken. Bis 2011 stiegen die Bauflächenpreise konstant und lagen letztlich bei 260 Euro/m². Seit 2015 kostet der Quadratmeter im Durchschnitt 300 Euro. Für ein neues Reihenhaus zahlten Käufer vergangenes Jahr zwischen 261.000 und 424.000 Euro. In der Preisgruppe ab 400.000 Euro wurden die meisten Häuser gebaut. Der Bodenpreis für baureifes Land liegt bei 300 Euro/m².

Lützenkirchen ist gespalten Am stärksten zogen die Preise in den vergangenen vier Monaten in Lützenkirchen an. Nachdem Ende 2015 ein Minus spürbar war, gehört der Stadtteil beim Mietpreisvergleich generell zu der obersten Preiskategorie. Die Gegend "Schöne Aussicht" hingegen ist mit vielen älteren, baufälligen Objekten in einigen Bereichen ein Ausreißer nach unten.

Kostenlos online informieren Transparenz auf dem Grundstücksmarkt durch öffentlich zugängliche Daten schafft ein neues Online-Angebot: "BORISplus.NRW" heißt die Internetseite, auf der Nutzer kostenlos das Preisniveau des Boden- und Immobilienmarktes abrufen können. Die Datenbank wird jährlich aktualisiert. "Auch zurückliegende Zahlen sind einsehbar", sagt Gabriele Kohlfeldt, stellvertretende Geschäftsführerin des Gutachterausschusses. Detaillierte Angaben öffnen sich per Mausklick auf den jeweiligen Stadtteil. Für Smartphone- und Tablet-Nutzer gibt es "BORISplus.NRW" auch als App.

Quelle: RP
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