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Leverkusen
Schlebuscher Tänzer holen den "Pänz-Pokal"

Leverkusen: Schlebuscher Tänzer holen den "Pänz-Pokal"
Die Schlebuscher Pänz freuten sich sehr über ihren Sieg und traten anschließend mit einer Zugabe auf. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. So viele Teilnehmer wie nie kamen zum Wettbewerb der Roten Funken. Nach Kritik gab es Veränderungen bei der Organisation. Von Gabi Knops-Feiler

Tanzen boomt. Das zeigte sich am Samstag ganz deutlich, als sich beim fünften "Pänz-Pokal" der Karnevalsgesellschaft (KG) Rote Funken so viele Teilnehmer wie nie zuvor dem Wettbewerb in der Rathaus-Galerie stellten. Eigens deshalb wurde die Vorführzeit auf zehn Minuten begrenzt.

Insgesamt vier Gesellschaften wetteiferten um den Pokal der "Mini-Pänz", also der Kinder zwischen vier und neun Jahren. Weitere neun Jugend-Teams aus Leverkusen, Leichlingen, Langenfeld, Monheim und Köln wollten die meisten Wertungspunkte für sich einheimsen. "Zwischen Alaaf und Helau ist heute bei uns alles vertreten", kommentierte Lothar Höveler, Präsident der Roten Funken.

Am Ende siegten die Tanzgruppen der KG Grün-Weiß Schlebusch in beiden Altersklassen. Sie überzeugten die Jury mit ihrer Ausstrahlung, Synchronität und Musikauswahl. "Ein tolles Event" hatte die stellvertretende Vorsitzende Lilo Schmitz zuvor schon bemerkt, ohne von dem zweiten Doppelsieg in Folge zu ahnen. Für die Schlebuscher heißt das allerdings, dass sie nun ein Jahr aussetzen müssen.

Unter den Beteiligten waren auch zwei neue Gruppen: Die "Funkenkinder" aus Monheim und die "Le(e)v Pänz", die sich erst in dieser Session nach der Abspaltung von einer anderen Leverkusener Gesellschaft neu gegründet haben. "Wir erfahren viel Unterstützung", freute sich Leiterin Melanie Lein. "Schließlich ist es wichtig, das Brauchtum trotz aller Widrigkeiten zu erhalten." Prinz Peter III. hat im Übrigen bislang mehr als 10.000 Euro für seine Spendenaktion zugunsten krebskranker Kinder erhalten, wie er zu Beginn der Veranstaltung verkündete.

"Die erste Aufregung ist vorbei", gab sich Trainerin Petra Hebbel erleichtert, nachdem die 17 Kleinen der Opladener KG Neustadtfunken - einschließlich Hebbels dreijähriger Tochter Natalie - ihre Vorführungen beendet und dafür den zweiten Platz eingeheimst hatten. Doch die Älteren mussten noch auf die Bühne und wurden dort mit viel Beifall unterstützt. Hunderte Zuschauer standen mitunter dicht gedrängt in Dreierreihen und beobachteten das Geschehen im Untergeschoss von den umliegenden Balkonen. Dennoch schafften sie es nicht unter die ersten Drei. In den Gesichtern der Jugendlichen war die Enttäuschung nach dem Urteilsspruch abzulesen.

Einspruch gegen die Wertung hatte es bereits im Vorjahr gegeben. Da hieß es, die Jury habe die Gruppen nicht richtig sehen können, weil sie seitlich und zu weit entfernt von der Bühne saßen. Deshalb waren sie nun näher heran und unmittelbar vor die Bühne gerückt. "Das ist eindeutig besser", kommentierte Stefan Biggeleben, Mitinhaber der Tanzschule Kaechele.

Ebenfalls nach Kritik achtete man diesmal genau auf die Altersgrenze. Die Tanzenden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. "Wir haben alles getan. Wenn es jetzt noch was zu meckern gibt, dann weiß ich auch nicht weiter", sagte Funken-Literatin Dr. Anke Timm.

Quelle: RP
 
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